Mutterstadt
Schulturnhalle: Geldsegen aus Mainz und Berlin
Natürlich reiste Innenminister Roger Lewentz nicht tatsächlich mit so viel Geld durchs Land. Es war ein nüchternes Stück Papier, was er mitbrachte, und das der Gemeinde ganz offiziell bescheinigt, dass der Betrag in ihre klamme Kasse fließen wird. Der Freude darüber tat das aber keinen Abbruch. Die Dankesworte waren entsprechend üppig.
Stolze 1,5 Millionen Euro wird es nämlich die Gemeinde kosten, die Turnhalle der Pestalozzi-Grundschule von Grund auf zu sanieren. Sie ist Teil des Großprojekts Kindercampus, für das die Kommune laut Bürgermeister Hans-Dieter Schneider über mehrere Jahre hinweg mehr als zehn Millionen Euro in Hand nehmen wird. Und für das mehrere Fördertöpfe angezapft werden.
Menschen sollen sich wohlfühlen
Von den 1,5 Millionen Euro für die Schulturnhalle waren etwa 1,25 Millionen Euro förderfähig. Diese wiederum werden mit 90 Prozent aus dem Programm „Städtebauliche Erneuerung 2021“ – genauer: mit dem „Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten“ – bezuschusst. Eine beachtliche Quote, die nicht allzu oft in Förderprogrammen vorgesehen ist. Die Chancen, dafür begünstigt zu werden, standen nach Auskunft des Ministers sehr gut. Mit dem Städtebau-Förderprogramm soll erreicht werden, dass Kommunen wie Mutterstadt zu Wohnorten werden, in denen sich die Menschen wohlfühlen, „und dazu gehören Schulen und Schulturnhallen“, sagte Lewentz. Es passe zum Ziel des Investitionspakets zur Förderung des Sports, auch weil Schulsport sehr breit angelegt sei. Zudem sei es nach zwei Jahren Pandemie ein Signal an die Eltern und ihre Kinder, dass es wieder vorangehe.
Dass die Schulturnhalle dringend renoviert werden musste, das sollten zum einen die Fotos beweisen, die dem Minister gezeigt wurden. Zum anderen umriss Bürgermeister Schneider kurz, wie die Halle – gebaut Anfang der 1980er-Jahre – von Grund auf saniert werden soll. Angefangen von den Böden bis zu den Sanitäranlagen werde alles erneuert, zudem wird das Gebäude energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen.
Ein Ort wird zukunftsfit
Roger Lewentz war überzeugt, dass das Geld, das zum größten Teil vom Bund gestellt wird, an dieser Stelle gut angelegt ist: „Es ist ein weiterer Baustein in der Zukunftsaufstellung von Mutterstadt.“ Schon in den vergangenen Jahren habe die Kommune Städtebau-Fördergelder sehr gut investiert. Ebenso lobte er ausdrücklich die sehr gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung.
Die Sanierung der Halle geht einher mit dem Bau des Kita-Gebäudes und der Mensa auf dem Gelände des alten Bauhofs. Die Halle grenzt direkt an ein Bauhofgebäude, das zum Teil schon abgerissen wurde. „Dabei wurde auch das Schulhallendach beschädigt und muss ebenfalls erneuert werden“, berichtet Schneider. Der Kindercampus soll bis 2024/25 fertiggestellt sein. Die Fördergelder werden bis dahin in Teilbeträgen ausgezahlt.