Bobenheim-Roxheim
Schulneubau: Ausschreibung in Arbeit
Obwohl die Schulbehörde des Landes im März dem Projekt endlich zugestimmt hat und Fördermittel fließen werden, ist Kreisbeigeordneter Manfred Gräf (CDU), zuständig für die Schulen, mittlerweile vorsichtig mit Prognosen. Er ist froh, dass das ausgewählte Architektenbüro die Kreisverwaltung nach so langer Zeit jetzt nicht hängen beziehungsweise lange warten lässt.
Ihm zufolge soll die europaweite Ausschreibung für den Rohbau so zügig erarbeitet werden, dass die Kreisgremien in der zweiten Jahreshälfte, vermutlich im November, die Aufträge für die verschiedenen Gewerke vergeben können. Und dann wagt er doch eine Vorhersage: „Im Januar 2024 könnte der erste Spatenstich erfolgen.“
Projekt wird europaweit ausgeschrieben
Das Büro AV1 in Kaiserslautern hatte im Mai 2018 den Architektenwettbewerb zum Neubau der Realschule plus gewonnen und drei Monate später den Planungsauftrag angenommen. Dann wurden Fachingenieure hinzugezogen, um eine genehmigungsreife Planung zu erarbeiten. Als diese bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion eingereicht war, trat der Stillstand ein, denn ohne grünes Licht der Behörde durfte der Kreis nicht mit dem Bau beginnen. Erst seit März geht es nun weiter. Bislang wurden die Kosten auf elf Millionen Euro geschätzt. Man darf gespannt sein, was unterm Strich steht, wenn die Firmenangebote vorliegen.
Das aus den 1960er-Jahren stammende Schulhaus wird abgerissen, wenn innerhalb von 18 Monaten im jetzigen Pausenhof der erste Teil des Neubaus entstanden ist und die Schüler dort unterrichtet werden können. Dann beginnt der ebenfalls eineinhalb Jahre dauernde zweite Bauabschnitt für die Fachräume. An der mit Unkraut überwucherten Stelle direkt an der Grünstadter Straße wird laut Gräf eine Geothermieanlage installiert, die die Schule mit Wärme versorgen wird. Pausenhalle und Mensa bleiben erhalten.