Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Schulleiter äußert sich zu bestätigtem Corona-Fall an Realschule plus

Wird zurzeit nur von einem Teil der rund 300 Schüler besucht: die Realschule plus in Dudenhofen.
Wird zurzeit nur von einem Teil der rund 300 Schüler besucht: die Realschule plus in Dudenhofen.

Ein Schüler der Realschule plus in Dudenhofen ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Darüber hat Landrat Clemens Körner (CDU) am Montag informiert. Der Junge sowie vier seiner Freunde befinden sich derzeit noch in Quarantäne. Derweil geht der eingeschränkte Betrieb an der Schule weiter.

Nach Angaben von Schulleiter Christian Wallner war der Junge zuletzt am 28. Mai in der Schule und wurde in einer Lerngruppe unterrichtet. An dem Tag sei alles in Ordnung gewesen, er habe keine Symptome gezeigt. Am nächsten Tag habe der Junge über Fieber und vor allem über Durchfall geklagt und sei zu Hause geblieben, sagte der Schulleiter. Als es dem Jungen nach dem Pfingstwochenende nicht besser ging, sei er am vergangenen Dienstag zum Hausarzt gegangen und dort getestet worden.

Dem Schulleiter wurde der positive Corona-Fall am Freitagmorgen bekannt. Wallner ermittelte gemeinsam mit dem Gesundheitsamt die Kontaktpersonen des Schülers. Er habe mit der Mutter und dem Schüler gesprochen, sagte der Schulleiter. Heraus kam, dass der Junge nachmittags in seiner Freizeit mit vier Freunden direkten Kontakt hatte. Diese sind nun auch in Quarantäne und wurden laut Kreisverwaltung auf das Virus getestet. „Bisher sind alle in Quarantäne versetzten Personen symptomfrei“, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung.

Die vier Freunde wurden laut Wallner in einer anderen Lerngruppe als der Infizierte unterrichtet. Aus dieser Lerngruppe sowie aus der des infizierten Jungen seien vom Gesundheitsamt keine weiteren Schüler in Quarantäne geschickt worden, da die Jugendlichen gemäß der Sicherheitsvorgaben in der Schule untereinander keinen engen Kontakt hatten, sagte Wallner. Es sei nicht nötig, alle Klassenkameraden zu testen, meinte Landrat Clemens Körner. Er begründete dies damit, dass der Corona-Fall erst nach neun Tagen bekannt geworden und es heute schon der 12. Tag sei, seit der Junge zuletzt in der Schule war. Bislang zeige keiner seiner Mitschüler Symptome. Von weiteren Infizierungen wird momentan nicht ausgegangen, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung. Ein Corona-Test bei dem Lehrer, der die Lerngruppe des infizierten Schülers betreut habe, war laut Wallner negativ.

Schulleiter sorgt sich nicht

Derweil geht der eingeschränkte Betrieb in der Realschule plus weiter. Sieben Eltern haben laut Wallner am Montag ihre Kinder wegen des bestätigten Covid-19-Falls nicht zur Schule geschickt. Der Schulleiter und seine Kollegen haben am Freitag und über das Wochenende alle Eltern über den positiven Corona-Fall informiert.

Wallner zufolge variiert die Anzahl der vor Ort unterrichteten Schüler täglich. Es gebe derzeit zehn bis elf Lerngruppen mit jeweils maximal 15 Schülern. Ziel sei es – gemäß den Vorgaben der Landesregierung –, noch vor den Sommerferien möglichst viele Kinder und Jugendliche wieder in der Schule zu unterrichten.

Der aktuelle Corona-Fall bereite ihm keine Sorgen, sagte Wallner. Er nannte die Situation „ein bisschen schwierig“: „Corona beschäftigt uns nun zwar schon seit drei Monaten, ein positiver Fall im persönlichen Bereich bekommt aber eine andere Bedeutung“, erklärte der Schulleiter. Er fühlt sich durch das Vorgehen der Kreisverwaltung als Schulträger, der die Schule nicht geschlossen hat, weil keine weiteren Corona-Fälle bekannt wurden, bestätigt: „Das, was wir als Schule gemacht haben, greift“, sagte Wallner mit Blick auf das „strikte Sicherheitskonzept“ mit Hygienevorschriften und Abstandsregeln. Er nennt als Beispiel die Situation in den Pausen, die für die Lehrer eine zusätzliche Belastung sei. Früher hätten drei Lehrer 300 Schüler im Pausenhof beaufsichtigt, heute werden für 75 Schüler sechs bis sieben Lehrer eingesetzt, sagte Wallner.

Der Junge, der positiv auf das neuartige Virus getestet wurde, und seine vier Freunde dürfen laut dem Schulleiter nächste Woche wieder in die Schule kommen – sofern sie keine Symptome zeigen.

Außer dem positiven Corona-Fall an der Dudenhofener Realschule wurden am Montag noch drei weitere Corona-Fälle an Schulen im Rhein-Pfalz-Kreis und in Ludwigshafen bekannt. Clemens Körner zufolge sind die Klassenkameraden, die im direkten Kontakt mit einem der infizierten Schüler standen, in Quarantäne. Sie und die Lehrer, die eine Gruppe mit Corona-Fall unterrichteten, sollen nach Angaben des Landrats auch auf das neuartige Virus getestet werden. Zudem werden die Kontaktpersonen im privaten Umfeld ermittelt.

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