Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Schulgelände: Kommen Mosaikschule und neue Sporthalle?

Das Schulgelände in Berghausen: Die ehemalige Realschule plus in der Mitte wird derzeit von der Speyerer Pestalozzischule und de
Das Schulgelände in Berghausen: Die ehemalige Realschule plus in der Mitte wird derzeit von der Speyerer Pestalozzischule und der Grundschule (links) genutzt. Die Turnhalle (rechts) ist sanierungsbedürftig.

Wie geht es weiter auf dem Schulgelände in Berghausen? Es gibt Interesse einer Förderschule aus der Region. Die Pläne könnten auch Bewegung in die Sporthallen-Frage bringen.

Seit der Römerberger Realschul-Standort vor acht Jahren geschlossen wurde, hat sich noch keine Lösung auf Dauer für das Schulgebäude ergeben. Ein Umzug der Mediathek dorthin, der zeitweise diskutiert wurde, ist wieder verworfen worden. Dass die Speyerer Pestalozzischule während ihres Umbaus ein Übergangsquartier suchte, kam der Gemeinde zupass. Seit drei Jahren hat sie sich in einem Teil des Gebäudes eingemietet. Auch wenn die Pestalozzischule laut Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) im neuen Schuljahr noch in Römerberg bleibt, wird das Gastspiel irgendwann enden.

Doch seit einigen Monaten gibt es einen neuen Interessenten: Die Mosaikschule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung in Oggersheim stößt an ihre räumlichen Grenzen und der Träger-Zweckverband – bestehend aus den Kommunen Speyer, Frankenthal, Worms, Rhein-Pfalz-Kreis und Bad Dürkheim – ist auf der Suche nach einem Standort für eine weitere Schule. Speyer, Frankenthal, Worms, der Rhein-Pfalz-Kreis und der Kreis Bad Dürkheim. So entstand die Idee, das Realschul-Gebäude in Römerberg zu nutzen.

Kreis hat angefragt

„Vom Landkreis wurde 2024 angefragt, ob in einer der Kreisgemeinden Schulgebäude oder ein Grundstück für eine Förderschule zur Verfügung stehen“, berichtet Hoffmann. Seitdem habe es zwei Besichtigungstreffen ohne konkrete Vereinbarungen gegeben. Doch die neue Schule könnte nur einen Teil des Gebäudes benutzen. „Seitens der Ortsgemeinde nutzen wir mit der Grundschule das Erdgeschoss der ehemaligen Realschule. Das wird sich auch nicht ändern“, sagt der Bürgermeister. Der Zweckverband hat den Plan deshalb verworfen: „Das geht nicht, wir brauchen dort alle Räume, sonst ist der Standort für uns zu klein“, sagte dazu jüngst Brigitte Edwards, Geschäftsführerin der Zweckverbände Kinderzentrum und Schule.

Wie Edwards und auch Hoffmann bestätigen, ist nun neben einem möglichen Standort in einer Gemeinde im Kreis Bad Dürkheim auch noch eine weitere Römerberger Variante im Gespräch: Ein neues Schulhaus könnte demnach auf der Fläche, wo heute die Berghausener Schulturnhalle steht, gebaut werde. Das Gebäude – Baujahr 1974 – ist laut Bürgermeister nämlich sanierungsbedürftig. „Grundsätzlich wäre das eine Option“, sagte Edwards. Es hänge aber zunächst alles von der Sanierung der Pestalozzischule ab. Ein weiteres Problem: Bei einem Abriss der Turnhalle müsste ein Ersatz her.

Chance für Halle?

Besteht durch das Interesse des Zweckverbands am Standort Römerberg nun vielleicht die Chance, jene Sport- und Übungshalle zu bauen, die sich die Römerberger Vereine schon seit langem wünschen? Die Überlegungen zu einer solchen Halle waren vor ein paar Jahren sogar schon relativ weit gediehen, doch dann wurde das Vorhaben wegen knapper Kassen immer weiter verschoben und steht mittlerweile gar nicht mehr im Haushaltsplan. „Die Kommunalaufsicht hatte uns mitgeteilt, dass der Bau einer weiteren Sporthalle nicht zu unseren Pflichtaufgaben gehört und dass daher der Kostenansatz im Haushalt nicht genehmigt wird“, erklärt der Bürgermeister. „Daher konnten wir den Ansatz weglassen.“ Er sieht auch die Dringlichkeit nicht mehr als ganz so groß an wie noch vor ein paar Jahren, da mittlerweile Römerberger Vereine auch in der renovierten Ganerbhalle in Dudenhofen trainieren können.

Das Problem der Finanzierung einer neuen Halle müsste also gelöst werden, wenn die Mosaikschule wirklich ein Schulgebäude auf der Fläche der alten Turnhalle errichten will. Die neue Halle könne die Gemeinde nicht allein finanzieren, sondern nur mit Zuschüssen und dem zukünftigen Träger, sagt Hoffmann. „Bevor die Ortsgemeinde hier investiert, sollte auch die Zukunft der ehemaligen Realschule geklärt sein“, findet er. Der Ortsgemeinde sei es wichtig, dass eine neue Halle im Unterhalt nicht zu teuer ist. Eine echte Planung könne erst beginnen, wenn vom Zweckverband offiziell Interesse geäußert wird. Bislang seien es nur Gedankenspiele gewesen.

Die Mosaikschule in Ludwigshafen-Oggersheim stößt räumlich an ihre Grenzen.
Die Mosaikschule in Ludwigshafen-Oggersheim stößt räumlich an ihre Grenzen.
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