Rhein-Pfalz-Kreis
Schulessen: Caterer Ehrenfried aufgekauft und gerettet
Wie Insolvenzverwalter Oliver Willmann von Schiebe und Collegen mitteilt, sei es im Insolvenzverfahren gelungen, den Heidelberger Caterer, die Ehrenfried Betriebe GmbH, zu erhalten. 92 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen und liefert nach eigenen Angaben rund 5000 Mahlzeiten an Kitas und Schulen in der näheren und weiteren Region, unter anderem in Ludwigshafen sowie im Rhein-Pfalz-Kreis die Realschulen plus in Böhl-Iggelheim, Limburgerhof, Maxdorf, Schifferstadt, Bobenheim-Roxheim und Dudenhofen sowie das Gymnasium in Maxdorf. Im September musste das Familienunternehmen, das 1963 gegründet wurde, Insolvenz anmelden, konnte aber den vertraglichen Verpflichtungen unter Leitung des Insolvenzverwalters nachkommen. Grund für die finanzielle Schieflage war unter anderem die Corona-Krise. Der Wegfall von rund 1500 Essen täglich während der Pandemie konnte nicht aufgefangen werden. Zudem belasteten gestiegene Kosten für Energie, Lebensmittel, Verpackungen, Treibstoff und Löhne das Unternehmen, erläutert Willmann.
Ab 1. Dezember gehört der Betrieb nun zu den DLS-A Kantinenbetrieben mit Sitz in Sindelfingen (Kreis Böblingen), die mit der Übernahme von Ehrenfried in der Region Nordbaden-Württemberg rund um Mannheim und Heidelberg expandieren sowie die Bereiche Kita-, Schul- und Betriebskantinen ausbauen möchten. Dafür seien in den kommenden Jahren Investitionen in neue Produktionsstätten geplant. Die meisten der 92 Mitarbeiter von Ehrenfried sollen laut Willmann übernommen werden. Die Details dazu werden noch verhandelt.