Rhein-Pfalz Kreis
Schulen: Vieles neu – innen und außen
Ein größeres Projekt steht in der Heiligensteiner Grundschule an: Dort soll in der kommenden Woche damit begonnen werden, das Außengelände neu zu gestalten. Die Schule bekommt laut Verbandsgemeindeverwaltung eine Rundlaufbahn, der Spielplatz wird umgestaltet, und es soll ein Klassenzimmer im Freien entstehen. „Die groben Arbeiten werden in den Ferien gemacht, damit Schmutz und Staub nicht in die Klassenräume gelangen“, berichtet Bauabteilungsmitarbeiter Michael Weiß. Rund 70.000 Euro soll die Umgestaltung kosten. Daneben laufen während der Ferien in allen Römerberger Schulen Malerarbeiten. Kostenpunkt: rund 40.000 Euro.
Dann gehe es voraussichtlich erst in den Herbstferien mit Umbauten in Römerberger Schulen weiter, wie Weiß’ Kollege Thorsten Kauther erläutert: Die Grundschule in Berghausen erhalte einen Sonnenschutz im Erdgeschoss und die Mechtersheimer Grundschule soll eine Pergola im Pausenhof bekommen. Daneben soll das frühere Realschul-Gebäude in Berghausen umgebaut werden: Brandschutztechnisch muss nachgerüstet werden, und ein Aufzug wird angebaut.
Raum für Raum
Ein längeres Projekt ist die energetische Sanierung der Grundschule in Hanhofen, die voraussichtlich mehr als zwei Millionen Euro kosten wird. Derzeit wird laut Verwaltung an Dach, Fassade und Fenstern gearbeitet. Bei den Fenstern gebe es Lieferprobleme. Sie würden auch noch während des laufenden Betriebs Raum für Raum ausgetauscht. Wann die Sanierung der Schule genau abgeschlossen sein wird, sei noch nicht absehbar. Keine Bauarbeiten während der Sommerferien gebe es an den Grundschulen in Dudenhofen und Harthausen. Die Zeit der coronabedingten Schließungen habe nicht genutzt werden können, um größere Baumaßnahmen vorzuziehen, erklärt Kauther: „Das wäre zu kurzfristig gewesen“, sagt er. Schließlich müssten solche Aufträge von den Kommunen auch vorher ausgeschrieben werden.
In der Verbandsgemeinde Rheinauen werden laut Verwaltung in den Ferien vier Klassenräume der Hermann-Gmeiner-Schule in Waldsee saniert. Dort hatte es Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmelbefall gegeben. Die Zimmer können, anders als zunächst befürchtet, unabhängig vom feuchten Kellergeschoss saniert werden, eine Horizontalsperre ist nicht erforderlich. Das Inventar der Räume wird gereinigt, Bodenbeläge, Estrich und Tapeten werden entfernt. Die durchfeuchteten Bauteile werden getrocknet. Ein Gussasphalt wird aufgebracht und anschließend Linoleum verlegt, die Wände und Decken werden abschließend gestrichen. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich laut Verwaltung auf rund 100.000 Euro. Noch unklar ist, wann der feuchte Keller saniert wird. „Die Brandschutzsanierung in Waldsee wird ab dem kommenden Jahr stattfinden“, kündigt Bauabteilungsleiter Frank Juchem an. „Dabei werden auch andere Sanierungen wie zum Beispiel Elektro und Fassade ausgeführt.“ Ähnliches sei für das kommende Jahr für die Otterstadter Grundschule geplant. Der Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahmen der Verbandsgemeinde im laufenden Jahr liege hingegen in Altrip.
Bessere Akustik und LED
In der Verbandsgemeinde Lingenfeld ist die Mensa der Schwegenheimer Grundschule Gegenstand von Bauarbeiten. Wie der zuständige Fachbereichsleiter Michael Frey berichtet, werden Bauarbeiten zur Verbesserung der Akustik durchgeführt, und es wird LED-Beleuchtung eingebaut. Zusammengenommen koste das rund 50.000 Euro. An der Lingenfelder Grundschule sei lediglich eine Machbarkeitsstudie bezüglich Nebenräumen am Laufen. Außerdem gebe es an allen Schulen Begehungen, um die Einrichtung von W-Lan zu prüfen. Das größte Projekt in der Verbandsgemeinde betrifft die Grundschule in Weingarten: Dort werden laut Frey Sanitäranlagen und die Heizung erneuert. Außerdem gebe es Elektro- und Brandschutzarbeiten.
Auch Frey bestätigt, dass das Vorziehen von Arbeiten in die Schließungszeit während der Corona-Pandemie größtenteils nicht möglich gewesen sei – nicht nur wegen der zu kurzfristigen Ausschreibung und Auftragsvergabe. „Wir hätten viele Aufträge gar nicht an den Mann gekriegt“, sagt er. „Handwerksunternehmen waren zum Teil nicht handlungsfähig, weil Mitarbeiter in Quarantäne waren.“
Was die weiterführenden Schulen im Speyerer Umland betrifft, wird nur an der Realschule plus in Dudenhofen gearbeitet: Wie die Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilt, wurde bereits in mehreren Räumen der Boden erneuert (Kosten rund 3500 Euro). Außerdem gibt es ebenfalls in mehreren Räumen Malerarbeiten (5000 Euro), und der Traufstreifen zwischen der WC-Anlage und dem Schulgebäude wird umfassend saniert. „Anstelle der großen Steine, die bislang die Deckschicht des Traufstreifens bildeten, wird versickerungsfähiges Öko-Pflaster eingebaut werden“, teilt Kreissprecherin Kornelia Barnewald mit. Das koste rund 4000 Euro brutto. In der Realschule plus in Lingenfeld laufen laut Germersheimer Kreisverwaltung während der Sommerferien keine Bauarbeiten.