Schifferstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Schreinerei-Mitarbeiter setzen neue Bäume im Stadtwald

Gemeinsam mit Förster Georg Spang und der Schifferstadter Beigeordneten Ulla Behrendt-Roden haben die Schreinerei-Mitarbeiter et
Gemeinsam mit Förster Georg Spang und der Schifferstadter Beigeordneten Ulla Behrendt-Roden haben die Schreinerei-Mitarbeiter etwas über den Wald gelernt. Und Bäume gepflanzt.

Dem Wald etwas zurück geben und etwas für das Klima tun: Das will die Pfälzer Holzmanufaktur Manz aus Hochdorf-Assenheim. Im Schifferstadter Wald pflanzte die ganze Belegschaft jetzt Bäume. Förster und Beigeordnete freuen sich.

Wo vorher Hecken wucherten, soll nun Wald wachsen. Vorwiegend Eichen, aber auch ein paar andere Baumarten hat Förster Georg Spang dafür besorgt. Die Kosten für die Aktion und das Pflanzen der Setzlinge übernimmt die Schreinerei Manz aus Hochdorf-Assenheim. Die Mitarbeiter machen daraus eine gemeinsame Aktion im Schifferstadter Wald, die dann in die Weihnachtsfeier mündet. Von Schreiner bis Sekretärin sind alle dabei. Künftig soll jeder Kunde des Unternehmens für einen Auftrag eine Baumpatenschaft erhalten, sagt Lars Manz, der mit seinem Vater Volker die Geschäftsführung inne hat. Die Kunden bekommen ein Foto ihres Baums, eine Nummer und den Standort mit GPS-Daten. „Wir wollen dem Wald wieder Holz zurück geben, und das möglichst regional“, sagte Manz.

Nachdem die Idee des Bäumepflanzens feststand, habe die Geschäftsführung sich beim für den Forst zuständigen Ministerium in Mainz nach Möglichkeiten erkundigt, dort habe man den Kontakt zum Förster bekommen. Spang war hoch erfreut, ebenso die Schifferstadter Beigeordnete Ulla Behrendt-Roden (Grüne), die die Stadt bei der Aktion im Stadtwald vertrat und den Manz-Mitarbeiterin gemeinsam mit dem Förster die Schifferstadter Waldwirtschaft erklärte. Der Wald sei auch für das Klima in der Stadt und die Frischluftzufuhr sehr wichtig, sagte Behrendt-Roden.

Vor Rehen schützen

Besonders wichtig sei die Nachhaltigkeit. „Dieser Begriff wurde von der Forstwirtschaft schon vor 300 Jahren geprägt“, sagte Spang. Er bedeute, dass nie mehr Holz geerntet werde als nachwachsen könne. In Schifferstadt sei es üblich, deutlich unterhalb der nachwachsenden Menge zu bleiben. Vor Ort zeigte der Förster die Fläche für die Pflanzungen. Hier ließ er zuvor mit einem Bagger die vorhandenen Hecken wegräumen. Die überwachsen junge Bäume, und insbesondere Licht liebende Arten wie Eichen hätten kaum eine Chance, hier zu wachsen. Im Schifferstadter Wald gebe es noch einige schöne Altbestände an Eichen. Diese seien sogar offiziell zertifiziert als Samenstände. Das bedeutet, dass sie für die Nachzucht verwendet werden dürfen, erklärte Spang.

Der Klimawandel mache auch dem Schifferstadter Wald zu schaffen, insbesondere Kiefern gehen derzeit ein. Eichen kommen laut Spang ganz gut mit Trockenheit und Wärme zurecht. Für die Pflanzung verwendete er Setzlinge, die zwischen ein und zwei Jahre alt sind. Ältere Setzlinge haben schon sehr tiefe Wurzeln, so dass entsprechende Pflanzlöcher nötig wären. Doch mit dem Pflanzen ist es nicht getan. Die Setzlinge bekommen einen Schutz, der verhindern soll, dass Rehe die frischen Triebe abknabbern. Die Pflanzung sei im Pflegeplan und werde zweimal im Jahr überprüft. Verluste werden nachgepflanzt.

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen

„Wir haben ja sonst nur mit großen Stämmen als Ausgangsmaterial zu tun, es ist gut, hier mal den Anfang von allem zu sehen“, sagte Manz. Ein Mitarbeiter wollte wissen, ob es noch das traditionelle Holzrücken mit dem Pferd gebe. Spang erklärte, das sei eine sehr harte Arbeit für die Pferde und heute nicht mehr üblich. Mit dem Harvester werden gezielt Bäume entnommen, das Transportieren übernehme ein Forwarder. Die Mitarbeiter pflanzten Bäume und gingen danach zu einem gemütlichen Beisammensein über, Tische, Bänke und Verpflegung hatten sie mitgebracht und eine große Feuerschale für ein wärmendes Lagerfeuer.

x