Rhein-Pfalz Kreis Schnitzen, chillen, Freunde finden

Auch basteln konnten die Kinder im Juz in Neuhofen.
Auch basteln konnten die Kinder im Juz in Neuhofen.

«Neuhofen.»Abwechslung und vor allem viel Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen, die in den vergangenen drei Wochen am Ferienprogramm des Kinder- und Jugendzentrums (Juz) teilgenommen hatten. Die Freizeit war nach Alter unterteilt und kam bei den Kindern und Jugendlichen gut an.

Wie immer waren die ersten beiden Wochen des Neuhofener Ferienprogramms für die Sechs- bis Zehnjährigen rasch ausgebucht. Die 25 teilnehmenden Kinder verbrachten am liebsten die Ferientage beim Verein Naturspur in Otterstadt. „Dort ist das Angebot sehr groß und den Kindern wird nie langweilig“, sagte die Leiterin der Jugendpflege, Rebecca Schneider. Beim Hantieren auf der Spielbaustelle und beim Matschen mit Lehm durften sie ruhig dreckig werden. Gegen den Durst haben die Kinder ihre Limonade selbst hergestellt und zum Schachspielen haben sie eigene Figuren geschnitzt. Als Erinnerung an ihre Ferienwochen nehmen die Kinder Fotobücher und Fotomagnete mit – natürlich alles selbst gebastelt. Auch die dritte Woche für die Zehn- bis 14-Jährigen war gut besucht. Während dieser Woche fuhr die Gruppe in den Kletterpark in Kandel, den Luisenpark in Mannheim und den Kurpfalzpark in Wachenheim. Wo sonst kann man in der näheren Umgebung so tolle Wasserspiele machen oder auf einer Sommerbahn rodeln? Und weil die älteren Kinder auch mal chillen wollten, konnten sie an den restlichen Tagen in den Räumen des Juz ihr eigenes Programm machen. „Natürlich bieten wir einige Aktionen an. Es gibt aber keinen Zwang, daran teilzunehmen“, erklärte Schneider. Dass auch die Jugendlichen gern zur Ferienwoche kommen, liegt wohl daran, dass sie schon als Kind dabei waren, glaubt die Jugendpflegerin. Sie freute sich, dass sowohl von den Eltern als auch von den Kindern so viel positive Rückmeldungen kommen ist. Es sei auch für viele berufstätige Eltern eine Erleichterung, ihre Kinder gut betreut zu wissen. Denn sechs Wochen Ferienzeit seien oft schwer mit dem Beruf zu vereinbaren. Erstmals in diesem Jahr wurde auch ein behindertes Kind zur Ferienfreizeit angemeldet. „Das war für uns alle eine wunderbare Erfahrung“, berichtete Schneider. Einige Jugendliche kannten den 13-jährigen Gregor, hatten aber keinen näheren Kontakt zu ihm. Das hat sich in der Ferienwoche geändert. Berührungsängste haben sich verflüchtigt, der Junge wurde in die Gruppe eingebunden und konnte immer Hilfe erwarten, wenn er mit einer Situation nicht zurechtkam. Das bestätigte Gregor auf seine Art: Lachend hob er beide Daumen in die Höhe – als Bestätigung, dass ihm die Ferienwoche gefallen hat. In den drei letzten Ferienwochen gibt es kein festes Programm, aber das Juz ist montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Je nachdem, welche Altersklasse kommt, wird auch das Internetcafé offen sein. Gleich nach den Sommerferien haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind für das Programm in den Herbstferien anzumelden. Auch für diese Freizeit sind die Plätze laut Schneider immer schnell belegt und es gebe Wartelisten.

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