Rhein-Pfalz Kreis Schnelles Abbiegen verhindern

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Mutterstadt. Der Kreuzungsbereich Von-Ketteler-Straße/Blockfeldstraße in Mutterstadt soll verengt werden. Das hat das Gremium für Verkehrsfragen am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Damit soll die Geschwindigkeit beim Abbiegen in die Blockfeldstraße verringert werden.

Wer aus der Von-Ketteler-Straße in die Blockfeldstraße abbiegen will, hat dafür viel Platz. Zu viel, finden die Mitglieder des Gremiums für Verkehrsfragen: Viele Autofahrer würden regelrecht um die Kurve rasen. „Der Radius ist sehr groß, dadurch können die Fahrer sehr schnell abbiegen, ohne dass etwas passiert“, sagte Vorsitzender Volker Strub (FWG) und begründete damit den Vorschlag des Gremiums. Die hohe Geschwindigkeit der Fahrzeuge beim Abbiegen führe in der Folge auch zu gefährlichen Situationen an der Kreuzung Blockfeldstraße/Lorscher Straße: „Dort wird dann häufig die Vorfahrtsregel rechts vor links missachtet“, sagte Strub. Um den Einmündungsbereich zu verengen, sollen nun an der Ecke Von-Ketteler-Straße/Blockfeldstraße beidseitig Hartgummiteile auf die Fahrbahn geschraubt werden, die die Breite der Einmündung verringern sollen. „Dabei muss der Radius natürlich so gewählt werden, dass Busse noch rumkommen“, erklärte Strub. Für Fußgänger werde die Überquerung der Straße an dieser Stelle sicherer, wenn sich die Breite verringere. Zudem soll die Vorfahrtsregelung an der Einmündung der Blockfeldstraße in die Von-Ketteler-Straße geändert werden. Dort soll künftig rechts vor links gelten. Noch haben Autofahrer auf der Von-Ketteler-Straße Vorrang. Weil die Straßen seit Anfang 2014 aber in einer Tempo-30-Zone liegen und die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung in diesen Abschnitten rechts vor links vorschreibe, müsse die Vorfahrtsregelung geändert werden, erklärte Strub. Diskussionen gab es um die Frage, warum es in der Blockfeldstraße nur an der Einmündung zur Trifelsstraße Wartelinien gebe. Die CDU-Fraktion hatte einen Antrag auf weitere Wartelinien gestellt. Insbesondere ging es dabei um die Einmündung der Lorscher Straße. „Ich habe den Verkehr dort beobachtet. Gerade an der Abbiegung zur Lorscher Straße wird einfach drüber gefahren. Die Anwohner haben erklärt, dass sie dort Ängste haben. Die Einmündung ist gefährlich“, sagte Margrit Heene (CDU). Ihr Parteikollege Gerald Smogulla stimmte ihr zu: „Ich bin ein Gegner von Wartelinien, aber an der Stelle sind sie angebracht.“ Gerhard Zachrau (FWG) schlug vor, erst einmal abzuwarten, was die Verengung des Einmündungsbereichs der Von-Ketteler-Straße an Geschwindigkeitsreduzierung in der Blockfeldstraße bringe. „Ich warne davor, zu viele Wartelinien anzubringen. Die Fahrer denken sonst vielleicht, sie hätten Vorfahrt, wenn irgendwo solche Linien fehlen.“ Auch Strub forderte, beim Installieren von Wartelinien restriktiv vorzugehen. „Wenn es die zu oft gibt, ist es für die Leute kein Hinweis mehr darauf, dass hier etwas besonders ist“, sagte er. Zudem gebe die Unfalllage keinen Hinweis darauf, dass solche Linien notwendig seien. Geschwindigkeitsmessungen im Juli und August in der Blockfeldstraße hätten gezeigt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge dort relativ gering sei, sagte Strub: An der Ecke Weißenburger Straße habe sie bei 31 Kilometern pro Stunde gelegen, an der Ecke Raiffeisenstraße bei 29 und an der Ecke Trifelsstraße bei 34. Angesichts dessen einigte sich das Gremium darauf, in Sachen Wartelinien abzuwarten, wie sich die Situation nach dem Umbau der Einmündung Blockfeldstraße/Von-Ketteler-Straße entwickeln werde.

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