Rhein-Pfalz Kreis Schnäppchenjäger-Staus an den Kassen

Mutterstadt. Die Gelegenheit zum gemeinsamen Einkaufsbummel im Mutterstadter Gewerbegebiet Fohlenweide haben am Sonntag viele Menschen genutzt. Der Nieselregen konnte die Kauflustigen offensichtlich nicht abschrecken, so dass die Parkplätze voll waren und es lange Schlangen an den Kassen gab.
Vor allem die Bekleidungsgeschäfte, die den verkaufsoffenen Sonntag nutzten, um ihre Winterware abzuverkaufen und Platz für die neuen Saisonartikel zu schaffen, verzeichneten einen regen Andrang. Die Preisreduzierungen lockten viele Käufer, die sich mit warmen Jacken, Pullovern und Hosen eindeckten, und das nicht nur angesichts der derzeitigen winterlichen Temperaturen: „Der nächste Winter kommt bestimmt“, lautete die Devise vieler Käufer, die sich auf Schnäppchenjagd begaben. Bereits zum offiziellen Beginn um 13 Uhr strömten viele Kunden in die Geschäfte. „Bei uns standen die Leute schon vor der Tür, als wir aufgemacht haben“, berichtet Filialleiterin Martina Ritzheim vom Modemarkt Adler. „Unser Angebot mit 30 Prozent auf reduzierte Ware zieht – da können wir unsere Lager räumen“, freut sie sich über das volle Haus. Auch ihre Kollegin bei Bö-Schuhe nebenan, Waltraud Pouhe, hatte mit ihren Mitarbeitern alle Hände voll zu tun: „Wir sind sehr gut in den Tag gestartet, zwischendurch war es mal etwas ruhiger, und jetzt zieht es wieder an – Winterschuhe und Winterstiefel sind heute der Renner“, berichtet die Filialleiterin begeistert. Auch bei Niebel Mode stauten sich die Schnäppchenjäger an der Kasse, bepackt mit winterlicher Bekleidung, aber auch schon mit Frühjahrsmode. Die passende Uhr – für gehobene Ansprüche versteht sich – gab es bei Henry’s, das seine Uhrenauktion extra auf den verkaufsoffenen Sonntag gelegt hatte, um den hohen Kundenandrang im Gewerbegebiet zu nutzen. Gleichzeitig wollte das Auktionshaus auch Werbung in eigener Sache machen, informierte Auktionator Sascha Wendt. Die Gelegenheit, eine Auktion zu erleben, nutzten sehr viele Besucher. Nahezu alle Stühle im Haus 2, wo die Veranstaltung stattfand, waren belegt. Über ein „brechend volles Haus“ freute sich auch Geschäftsleiter Oliver Ottenritter vom Einkaufsmarkt Real: „Die Leute kaufen vor allem Bekleidung, Haushaltswaren und Winterartikel wie Frostschutzmittel und Scheibenwischer.“ Günstige Preise und eine Verlosungsaktion hätten sicher mit zu dem großen Interesse in seinem Einkaufsmarkt beigetragen, erläuterte der Geschäftsleiter. Ebenfalls ein günstiger Faktor: „Heute herrscht das typische Einkaufswetter“, meinte Ottenritter mit Blick auf den Regen vor der Tür. Den ersten verkaufsoffenen Sonntag erlebte das Team der Easy-Apotheke. Das Geschäft, das erst vor rund drei Monaten in die Ladenpassage des Real-Markts gezogen war (wir berichteten), verbuchte den Sonntag ebenfalls als Erfolg. „Wir sind positiv überrascht, dass unsere Apotheke so gut angenommen wird“, berichtet Filialleiterin Sieglinde Sinn-Stahl. Während sich Kinder in der Apotheke auf die Suche nach kleinen gelben Plüschgeistern für das Gewinnspiel machten, nutzten ihre Eltern die Gelegenheit, das Konzept der Apotheke kennenzulernen. „Wir haben zum einen ein breites Sortiment an freiverkäuflichen Artikeln, aber auch rezeptfreie Medikamente. Und wir nehmen natürlich auch Rezepte für ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel an“, erklärte die Filialleiterin. Nach einer ausgedehnten Einkaufstour, bei der auch eine neue Küche, ein neues Auto oder auch der Ersatz fürs Sofa oder den Sessel zu Hause auf dem Einkaufszettel standen, gönnte sich mancher eine Verschnaufpause im Café Nostalgie oder bei der Bäckerei Görtz. Wie zum Beispiel das Ehepaar Hofmann aus Hochdorf-Assenheim, die das erste Mal zum verkaufsoffenen Sonntag in die Fohlenweide gekommen sind. Ihre beiden vollen Einkaufswägen mit Winterjacke, Faschingskostüm, Lebensmittel, Getränken und vielem mehr parkten sie gleich neben ihrem Tisch. „Wir haben fast keine Abteilung ausgelassen und alles auf einen Streich gekauft“, erzählte Inge Hofmann lachend. Die Einkaufstour war für die Familie jedenfalls erfolgreich, „es war nur ein bisschen voll“, meinte Freddy Hofmann mit einem Schmunzeln. (mmö)