Rhein-Pfalz Kreis Schlechte Aussichten für Pendler

Ludwigshafener und Pendler aus der Region müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Konrad-Adenauer-Brücke, die Hochstraße Süd und die Brunckstraße werden bald saniert. Der Ausbau soll die Hauptverkehrsachsen fit machen mit Blick auf den Abriss der Hochstraße Nord.
Wenn im Frühjahr der Startschuss für die Bauarbeiten fällt, dürften Autofahrer einen Vorgeschmack darauf bekommen, was mit dem für 2018 geplanten Abriss der Hochstraße Nord auf sie zukommt. Mehrere Hauptverkehrsachsen in Ludwigshafen werden zum Nadelöhr. Wer aus der Vorderpfalz über die A 650 in die Stadt fährt, muss sich ab Mai auf Staus während des Berufsverkehrs einrichten. Grund sind mehrere Baustellen: So werden Brückenbauwerke der Hochstraße Süd beginnend an der Abfahrt Bruchwiesenstraße saniert. Außerdem werden die Straßenbahngleise und die Fahrbahndecken auf der Konrad-Adenauer-Brücke ab März erneuert. Über den Rhein kann der Verkehr bis September in Richtung Mannheim nur noch einspurig fließen. In Richtung Ludwigshafen wird die Fahrbahn auf der Brücke verengt, soll aber zweispurig bleiben. Die Straßenbahnen werden während der Bauarbeiten von März an über die Kurt-Schumacher-Brücke umgeleitet. Der 25 Jahre alte Gleiskörper auf der Adenauer-Brücke wird komplett erneuert, teilt die Stadtverwaltung mit. Wer von Norden aus Richtung Oppau und Friesenheim entlang der BASF in die Stadt fahren will, wird ebenfalls Geduld brauchen. Die Brunckstraße wird ab Herbst bis Januar 2017 ausgebaut. Zwei Fahrspuren sollen stadtauswärts zur Verfügung stehen, stadteinwärts ist es nur noch eine Spur. Hintergrund der Bauarbeiten: Die Hochstraße Nord soll ab 2018 abgerissen werden. Rund zehn Jahre soll es dauern, bis die neue ebenerdige Stadtstraße fertig ist. Während dieser Zeit wird der Verkehr vor allem über die Brunckstraße, die Hochstraße Süd und die Adenauer-Brücke rollen. Auch der Lagerhausstraße im Stadtteil Süd fällt dabei eine wichtige Rolle zu. Deshalb wollen die Verantwortlichen im Ludwigshafener Rathaus bis 2018 die Hauptverkehrsrouten so fit machen, dass während des Baus der neuen Stadtstraße dort keine größeren Arbeiten anstehen. Bis dahin wird die abrissreife Hochstraße Nord noch durchhalten müssen. „Wir hoffen, dass sie hält“, sagt Baudezernent Klaus Dillinger (CDU). Für das größte Nahverkehrsprojekt in Ludwigshafen sind ebenfalls einige Vorarbeiten notwendig: 2016 soll der Ausbau der Straßenbahnlinie 10 in Friesenheim beginnen. Bis dahin sollen die Straßen- und Kanalreparaturarbeiten entlang der Strecke abgeschlossen werden. Insgesamt 50 Millionen Euro investieren die Stadt und ihre Tochterfirmen (Technische Werke, Verkehrsbetriebe oder Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen) in den Ausbau der Infrastruktur. Klaus Dillinger wirbt bei der Bevölkerung in der Region um Verständnis. „Wir versuchen, möglichst viel in Ferienzeiten zu machen, aber es wird trotzdem Einschränkungen geben.“ (mix/Fotos: Kunz)