Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Schifferstadt: Partnerschaft von Schulen in Zeiten des Coronavirus

Regelmäßig reisen chinesische Schüler nach Schifferstadt – hier eine Gruppe vor einigen Jahren vor dem Alten Rathaus – und Schif
Regelmäßig reisen chinesische Schüler nach Schifferstadt – hier eine Gruppe vor einigen Jahren vor dem Alten Rathaus – und Schifferstadter nach Xian. Foto: Lenz

Die Verbreitung des Coronavirus in China beeinträchtigt immer mehr das Alltagsleben in dem riesigen Land – mit Auswirkungen auch in Deutschland. Gerade hat beispielsweise ein Kuseler Gymnasium seine für diese Tage geplante Schülerreise zur chinesischen Partnerschule abgesagt. Auch das Paul-von-Denis-Gymnasium in Schifferstadt hat enge Beziehungen zu einer chinesischen Schule. Bis zur nächsten Reise ist es allerdings glücklicherweise noch eine Weile hin, sagt Schulleiterin Gabrielle Steinbach.

Regelmäßig besuchen Zehnt- und Elftklässler des Schifferstadter Gymnasiums die chinesischen Partner der Highschool 89 in der Millionenstadt Xian in Zentralchina. Und ebenso regelmäßig kommen chinesische Schüler in die Pfalz. Für den Sommer werden wieder Gäste aus China erwartet, sagte Gabrielle Steinbach auf Nachfrage. Und die Reise der PvD-Schüler nach China ist für Oktober geplant. Von daher gebe es einen komfortablen zeitlichen Puffer, in dem man abwarten könne, wie sich die Ausbreitung der Lungenkrankheit entwickelt. „Wir reservieren und planen aber wie gehabt“, sagt Steinbach, schließlich gebe es eine lange Vorlaufzeit für eine solche Reise. Mit dem zuständigen Koordinator aus Karlsruhe von der Deutschen China-Gesellschaft sei man in enger Absprache.

Zwar liegt Xian rund 800 Kilometer von der Stadt Wuhan entfernt, in der die Krankheit ihren Ausgang nahm, aber laut Presseberichten ist auch in der früheren Hauptstadt des Landes – das war Xian nämlich unter mehreren Kaisern – das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen gekommen.

Schüler aus Shanghai dürfen China nicht verlassen

Eine direkte Auswirkung der Coronavirus-Welle gibt es aber auch in Schifferstadt, erzählt die Direktorin. Denn dieser Tage war eine Schülergruppe aus Shanghai angekündigt, die auf ihrer Europareise das PvD besuchen wollte. Deren Reise sei aber abgesagt worden, „die kommen gar nicht aus China raus“. Schließlich solle niemand gefährdet werden.

Auf jeden Fall werde sich die Schule bei ihrer Planung nach den Maßgaben des Auswärtigen Amts und der Gesundheitsbehörden richten. Die Beziehung zu der Schule in Xian sei „eine wichtige Partnerschaft und unsere Schüler sind tolle Botschafter ihres Landes“. Wenn die Reisen wie geplant stattfinden könnten, sei das „wunderbar. Aber wir machen das natürlich nicht um jeden Preis“.

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