Dannstadt-Schauernheim Schauernheimer Kita: Zuschuss-Antrag zu hoch
Dabei ging es weniger um den Prozentsatz, sondern um die Gesamtkosten, die die Kommune für alle drei Bauabschnitte zahlen müsste. Das könnte zu teuer werden, darin waren sich die meisten Ratsmitglieder in der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats einig. Die protestantische Kita in Schauernheim steht vor einer umfassenden Umgestaltung ihres Außengeländes, informierte die Verwaltung den Rat. Außenanlagen müssen dringend modernisiert werden, da sie in die Jahre gekommen sind. Der geplante Neubau und Umbau der Kita nach den Vorgaben des neuen Kita-Gesetzes erfordert eine dreistufige Bauplanung. Der erste Bauabschnitt soll im Jahr 2025 beginnen.
Der Antrag des Protestantischen Kindertagesstätten-Verbands Speyer bezog sich auf den ersten Bauabschnitt, bei dem ein Matschbereich entstehen soll. Kosten: rund 66.000 Euro. Daraus ergäbe sich ein Zuschuss von 56.100 Euro. Alle drei Bauabschnitte werden voraussichtlich insgesamt 153.800 Euro kosten, plus Eigenleistungen in Höhe von 17.800 Euro, erklärte Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU).
Kosten sollen reduziert werden
„Das Umbaukonzept der Kita zusammen mit dem Verein Naturspur ist toll“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Elmar Burkhardt. Man sei sich auch einig, dass in die Qualität der Kitas investiert werden müsse. „Doch unsere Kassen sind staubig“, sagte er. Dem stimmte die Bürgermeisterin zu: „Das ist schon eine gewaltige Summe.“ So gern sie das Geld geben würde, aber die Finanzen der Gemeinde ließen ein solches „Wunschkonzert“ nicht zu. Aus diesen Gründen sollten die Ortspolitiker und Kita-Verantwortlichen zusammenkommen und Wege finden, die Kosten zu reduzieren und möglicherweise auch andere Geldquellen zu erschließen, schlug Elmar Burkhardt vor. So sei es auch bei anderen, ebenfalls von der Gemeinde bezuschussten Kita-Projekten geschehen.
Dass die Gemeinde einen Zuschuss gibt, stand in der Sitzung außer Frage. Nur eben nicht in dieser Höhe. Um sich ein besseres Bild über die Ausgaben zu machen, wie viel die Kommune für vergangene Kita-Projekte springen ließ, hatte Jessica Frey von der Verwaltung ein paar Zahlen mitgebracht. So habe zum Beispiel die Kita Gänseblümchen vor etwa zehn Jahren 65 Prozent der Kosten von 69.000 Euro zu ihrem Ausbau erhalten, oder die Kita St. Michael 45 Prozent von 98.400 Euro der Umbaukosten.
Bei zwei Enthaltungen beschloss der Gemeinderat, die Entscheidung über den Zuschuss zu vertagen. Der Protestantische Kita-Verband, die Fraktionsvorsitzenden und die Beigeordneten wollen vor Ort zusammenkommen und sich mit den Kita-Verantwortlichen auf ein Konzept einigen. Dann erst soll über die Zuschusshöhe entschieden werden.