Rhein-Pfalz Kreis Schadensmeldungen im Minutentakt

Das Unwetter am gestrigen Montag hat auch die Freiwilligen Feuerwehren im Frankenthaler Umland wieder ausrücken lassen. Während in Bobenheim-Roxheim mehr zu tun war als in der ersten Juninacht, kam die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim glimpflicher davon.
In der Verbandsgemeinde Leiningerland gingen die Schadensmeldungen im Minutentakt ein, sagte Wehrleiter Markus Ittel, 40 waren es bis gegen 19.30 Uhr. Da ging er davon aus, dass die Feuerwehrleute noch bis mindestens 21 Uhr zu tun haben würden. Von den 16 Ortswehren im Verbandsgemeindegebiet seien zwölf im Einsatz, so Ittel. Zwischen Dirmstein und Offstein habe es einen Hangrutsch gegeben, Fahrbahnen seien überflutet worden. In Carlsberg und in Laumersheim mussten die Feuerwehrleute nicht nur vollgelaufene Keller leerpumpen, sondern auch umgestürzte Bäume wegschaffen. Auch in Obersülzen, Obrigheim und Dirmstein standen Keller unter Wasser, so Ittel. „Es sind bis jetzt 17 Einsatzstellen“, berichtete am Abend Kai Neiheiser, Chef der Bobenheim-Roxheimer Feuerwehr. Wie beim letzten Mal waren keine Straßen freizuräumen oder gar Menschen in Not zu retten, sondern „nur“ nasse Wohn- und Kellerräume auszupumpen. „Einige Leute konnten sich auch selbst helfen, nachdem die Kanalisation wieder Wasser aufnehmen konnte.“ Mit 50 Einsatzkräften bewältigten die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim die Folgen des Starkregens in 16 Gebäuden. „Das meiste ist in Beindersheim, Heuchelheim, Großniedesheim und Kleinniedesheim passiert“, meldete auf Anfrage Wehrleiter Carlo Randazzo. Gegen 19 Uhr lief in Kleinniedesheim noch ein Einsatz gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk, weil sich in eine Wohnung außer Wasser auch Schlamm gedrückt hatte.