Rhein-Pfalz Kreis Sanierungskosten für Schulen explodieren

Alle bis 2023 geplanten Sanierungen und Umbauten an Schulhäusern der Verbandsgemeinde Leiningerland werden sich erheblich verteuern. Das hat Bürgermeister Frank Rüttger (CDU) am Donnerstag im Schulträgerausschuss verkündet.
Bei den meisten Projekten werden sich die Kosten um mehr als die Hälfte der ursprünglich kalkulierten Beträge erhöhen, bei einzelnen Vorhaben verdoppeln sie sich sogar. Ob die fürs kommendes Jahr vorgesehene Instandsetzung der Grundschule Kirchheim, die mit 3,8 Millionen Euro kalkuliert worden ist, realisiert werden kann, stehe noch in den Sternen, so Rüttger. Denn in dem Schulbezirk müsste 2022 auch die Sanierung in Kleinkarlbach angepackt werden, die nach erster Schätzung 2,1 Millionen Euro verschlingen werde. „Beide Vorhaben werden von der Aufsichtsbehörde als unwirtschaftlich eingestuft, wobei die Verbandsgemeinde derzeit an der Sanierung der beiden Standorte festhalten will“, sagte er. Die ADD habe deshalb eine 19-seitige Stellungnahme erhalten. „Für das Projekt ist mit erheblichen Kostensteigerungen zu rechnen, vor allem wegen des Denkmalschutzes“, sagte Rüttger. Es seien in Kirchheim noch Probleme mit den Fensterstürzen aufgetreten. Auch müsse die Statik neu berechnet werden. Das Dach sei komplett zu erneuern. Preissteigerungen im Baugewerbe führen bei allen weiteren Schulumbauvorhaben zur deutlichen Verteuerung. So war die für 2020 vorgesehene Sanierung in Gerolsheim mit 1,1 Millionen Euro angesetzt. Jetzt geht die VG von 1,7 Millionen Euro aus. Noch drastischer ist es in Laumersheim. Die Modernisierung wird nicht eine, sondern 2,3 Millionen Euro verschlingen. Wegen der neuen Zahlen müssten wohl alle Schulsanierungen europaweit ausgeschrieben werden, sagte Rüttger, was zu Verzögerungen und weiteren Kostensteigerungen führe.