DUDENHOFEN
Rollende Weihnachtskrippe gebaut
Stolze 5,20 Meter ist der Stall für die Heilige Familie hoch, den Pirmin Heil Mitte der 1970er-Jahre angefertigt hat. „Der Pfarrer hat damals die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gefragt, was mit dem ganzen Holz passieren soll“, erinnert sich Heil. Der heute 88 Jahre alte Dudenhofener hat früher als Schreiner gearbeitet und die Balkenkonstruktion mit Helfern aufgebaut. Auch den siebzig Zentimeter hohen Engel, der zur Krippe gehört, hat er geschnitzt. Die übrigen Figuren seien gestiftet oder zugekauft worden.
Jahr für Jahr erfreute die Krippe die Dudenhofener Kirchgänger. Vor zwei bis drei Jahren habe er dann die Idee für eine „fahrbaren Weihnachtswanderkrippe“ gehabt, erzählt Pirmin Heil. Dazu hat er ein Foto der Krippe auf zwei jeweils rund zweieinhalb Meter hohe Leinwände drucken lassen. Eingespannt in einen Holzrahmen stehen die Bilder derzeit auf einem fahrbaren Gestell vor Pirmin Heils Haus. Rechts und links der Fotos sind zwei Tannenbäume auf dem Untersatz mit Rollen angebracht. „Weil ich ein Krippenfan bin“, erklärt der Dudenhofener ganz einfach, wie er auf die Idee kam. Dass die Dudenhofener Krippe auf diese Weise auch im Corona-Jahr bewundert und sogar zu den Menschen kommen kann, sei ein schöner Zufall. Der Ortsbürgermeister habe bereits den Vorschlag geäußert, die Krippe vors Rathaus und vors Bürgerhaus zu stellen. Aber auch andere Interessierte – auch Nicht-Dudenhofener – können sich bei Heil melden, wenn sie die Krippe zeitweise irgendwo aufstellen wollen.
In seiner Garage hat Pirmin Heil übrigens noch ein weiteres großformatiges Foto „seiner“ Krippe. Es kann von hinten angestrahlt werden und wird noch mit Moos und Zweigen dekoriert. Dann will der Dudenhofener vor Weihnachten jeden Abend sein Garagentor öffnen, damit sich Passanten an der Krippe erfreuen können.