RÖMERBERG
Rodung für Trasse zur künftigen Bahnunterführung in Berghausen
Mit der Unterführung ist auch der Bau einer 700 Meter langen neuen Straße verbunden: Die Kreisstraße 27 zwischen Dudenhofen und Berghausen macht künftig kurz vor dem Beginn der Römerberger Wohnbebauung einen Rechtsschwenk, unterquert südlich des Baugebiets (Kolpingstraße) die Bahnlinie, führt dann über einen Teil des heute als Parkplatz genutzten Geländes hinter dem Güterschuppen, bevor sie in Höhe der Hausnummer 86 auf die Germersheimer Straße mündet. Das Grundstück, das für diesen letzten Schritt benötigt wird, ist Ende Februar gerodet worden. Doch was bedeutet das für den Baustart?
„Die Bauwerksplanung wird in Kürze fertiggestellt und anschließend von Landesbetrieb Mobilität (LBM) und Deutscher Bahn geprüft“, informiert LBM-Leiter Martin Schafft auf RHEINPFALZ-Anfrage. „Die Kreuzungsvereinbarung befindet sich in der Aufstellung und muss anschließend von den Kreuzungsbeteiligten geprüft und unterzeichnet werden.“ An dem Verfahren, das im Eisenbahnkreuzungsgesetz vorgeschrieben ist, seien die Deutsche Bahn AG, der Rhein-Pfalz-Kreis als Bauherr und das Bundesverkehrsministerium beteiligt, informierte der LBM auf eine frühere Anfrage.
Thujas entfernt
Zum Baubeginn teilt Schafft nun mit: „Ein konkreter Termin für den Beginn der eigentlichen Bauarbeiten steht noch nicht fest. Gleichwohl wird der LBM Speyer schon jetzt mit der Durchführung des festgestellten Planes beginnen. Im Zuge dessen wird der LBM in Abstimmung mit der DB und des Rhein-Pfalz-Kreises nunmehr bereits den Grunderwerb für die Maßnahme durchführen.“ In diesem Zusammenhang werde auch ein Nebengebäude, das sich im Trassenbereich befindet, abgerissen. Für diesen Abriss hätten im Vorfeld einige Thujas entfernt werden müssen. Ab März wäre eine Rodung nicht mehr erlaubt gewesen. Das betroffene Gebäude steht auf dem Grundstück nördlich des jetzt gerodeten Geländes. Vor rund anderthalb Jahren hatte der LBM von einem möglichen Baubeginn „nicht vor dem zweiten Halbjahr 2022“ gesprochen.
Die Kosten für das Bauprojekt belaufen sich laut LBM-Angaben auf rund 6,7 Millionen Euro. Sie werden von Kreis, Bund und der Bahn finanziert. Der Kreis trägt ein Drittel der Kosten und erwartet auf dieses Drittel aber wiederum Zuschüsse von 65 Prozent. Die Dauer der Bauzeit schätzt die Behörde auf rund zwei Jahre.