Rhein-Pfalz Kreis Rückblick 2019: Neue Trasse im Gespräch für Bobenheim-Roxheimer Umgehung
Anfang des Jahres kommt ein klein wenig Schwung ins Thema Ortsumgehung Bobenheim-Roxheim. Am Ende des Jahres ist es um die Neubaupläne in der Schublade des Landesbetriebs Mobilität (LBM) wieder so still wie Jahre zuvor.
Los geht es mit der Idee von Rhein-Pfalz-Kreis-Landrat Clemens Körner (CDU), eine alte Idee wiederzubeleben: die große Umfahrung der Altrheingemeinde, statt nur den Ortsteil Bobenheim zu entlasten. Er sieht die Zeit dafür wieder reif, denn das Projekt ist seit dem Vorjahr in der engeren Auswahl des Verkehrsministeriums für ein neues Landesstraßenbauprogramm.
Körner will Minister Volker Wissing (FDP) die enorme Geldausgabe für eine Bobenheim-Roxheimer Umgehung schmackhaft machen, indem er den Zusatznutzen einer Anbindung von westlich gelegenen Dörfern ins Spiel bringt. Das aber würde – sehr viel aufwendiger natürlich – den Beginn der Trasse schon ganz im Süden auf Höhe des Kräppelweihes und den Ausbau der K 6 Richtung Großniedesheim bedeuten.
Bürgermeister macht seine Haltung klar
Das muss es wohl auch zwingend bedeuten, denn Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellt klar: Anbindung der Dörfer per Bypass schön und gut, aber nur, wenn die Umfahrung tatsächlich vor Roxheim beginnt. Sonst wäre dieser Ortsteil in puncto Verkehr schlimmer dran als jetzt schon. Und: Das Projekt darf bei einer großen Variante nicht weiter auf der Wissing’schen Prioritätenlisten nach unten rutschen.
Seit dem Sommer liegt Körners Vorschlag für ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis des Projekts zur Prüfung beim LBM. Und in dessen Schublade wird es wohl noch eine Weile liegen, wen man bedenkt, wie viele und vermutlich auch dringendere Probleme diese Behörde gerade zu lösen hat.
Derweil bringen sich die Bobenheim-Roxheimer Grünen in Stellung: Wenn die Straßenneubaupläne vorangetrieben werden, werde der Ortsverband Widerstand leisten, hieß es im Dezember.