Rhein-Pfalz Kreis Probleme „Auf der Au“

«Altrip/Waldsee.» Wie geht es mit dem Campinggebiet „Auf der Au“ zwischen Altrip und Waldsee nach 2020 weiter, wenn die alten Pachtverträge mit den Grundstückseigentümern auslaufen? Diese Frage bleibt offen. Doch die Chancen stehen schlecht für das einst größte Campinggebiet Deutschlands.
Einige Grundstücksbesitzer haben die neuen Verträge mit deutlich reduzierten Pachtzahlungen nicht unterschrieben. Auf einem Flickenteppich lässt sich aber kein Campinggebiet betreiben. Im Sommer organisieren sich Camper in einer Interessengemeinschaft, um das Aus zu verhindern. Mit den Grundstückseigentümern suchen sie nach neuen Lösungen. Der Kreis als Hauptgesellschafter der Betreiber-GmbH hat die Tür noch nicht zugeschlagen. Doch der Betrieb kommt den Rhein-Pfalz-Kreis und die Ortsgemeinde Waldsee immer teurer zu stehen. Mit fast einer halben Million Euro Verlust plant die Gesellschaft für das kommende Jahr. Ein Grund ist, dass nur noch 976 von ursprünglich 3173 Parzellen verpachtet sind. Die Pachteinnahmen sind also drastisch gesunken, während die Ausgaben sogar eher steigen. Während die Betreiber-GmbH mit Zahlen ringt, wartet eine Gruppe von Grundstückseigentümern, was Studenten der Technischen Universität Kaiserslautern herausfinden. Diese sind beauftragt, Ideen auszuarbeiten, wie das Campinggebiet fit für die Zukunft gemacht werden könnte. Für Ende Januar ist ein Gespräch zwischen Landrat Clemens Körner (CDU), Campern und Grundstückeigentümern geplant – vielleicht zeigt sich dann, wie es weitergeht.