Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Problem mit Gestank bald gelöst

Vor gut eineinhalb Jahren klaffte noch ein riesiges Loch im Parkplatzboden, heute ist davon nichts mehr zu sehen.
Vor gut eineinhalb Jahren klaffte noch ein riesiges Loch im Parkplatzboden, heute ist davon nichts mehr zu sehen.

Die Gemeinde Mutterstadt rechnet damit, dass ihr Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung wieder einen Gewinn erwirtschaftet: Im Wirtschaftsplan sind dafür 99.750 Euro veranschlagt. Das neue Regenrückhaltebecken ist so gut wie fertig, doch noch stinkt’s.

Das neue Regenrückhaltebecken ist eines der größten Tiefbauprojekte der Kommune in den vergangenen Jahren. Um für Starkregenfälle gerüstet zu sein, wurde unter dem Parkplatz an der Integrierten Gesamtschule (IGS) ein riesiges Becken errichtet. Mit einer Tiefe von acht Metern und einem Durchmesser von etwa 16 Metern kann dieses zusätzlich etwa 1000 Kubikmeter Regenwasser aufnehmen. Das alte Becken unter der Fahrradhalle der IGS kam mit seinen 870 Kubikmetern Fassungsvermögen an seine Grenzen. Gut fünf Millionen Euro wird die Kommune nach Fertigstellung für den Schutz vor Überschwemmungen investiert haben.

„Der Bau ist reibungslos verlaufen“, sagt Sven Lehmann, Leiter der Mutterstadter Bauabteilung. Mit dem Neubau des Beckens seien auch an der bestehenden Anlage Verbesserungen und Optimierungen vorgenommen worden, etwa wurde eine steile Einstiegstreppe durch eine mit einem besseren Einstiegswinkel ersetzt. Der Bau sei mit einigen Unannehmlichkeiten für die Bewohner in unmittelbarer Nähe verbunden gewesen, meint Lehmann. Das habe man aber mit direkten Gesprächen schon vor Baubeginn abfedern können. Während der Arbeiten habe es zum Beispiel starke Vibrationen gegeben, Schäden seien aber nicht entstanden. „Beschwerden konnten wir klären, die Leute zeigten meist viel Verständnis“, sagt der Bauamtsleiter.

Was sich jedoch noch nicht verbessert habe, ist der Gestank aus den Kanaldeckeln nach einer längeren Trockenperiode, wie auch Konrad Heller (Heller-Fraktion) in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses anmerkte. Das Problem bestand schon vor dem Neubau des Beckens, sollte aber mit diesem behoben werden. „Das wird in den kommenden drei bis vier Wochen auch der Fall sein“, verspricht Lehmann. Denn derzeit sei die Anlage, die auch Biofilter vorsieht, noch nicht komplett fertig und in Betrieb, sodass die Belüftung auch nicht optimal sei. Als weitere Maßnahme gegen den Geruch sollen gegebenenfalls die Schachtdeckel abgedichtet werden. Und: Künftig sollen die Kanäle in trockenen Sommern, in denen sich Sand im Kanal absetzt, in kürzeren Intervallen gereinigt werden, erklärte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) dem Ausschuss. Der empfahl einstimmig dem Gemeinderat, dem Wirtschaftsplan 2023, der einen Gewinn von 99.750 Euro ausweist, zuzustimmen. Der Rat tagt am 24. Januar.

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