Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Regenrückhaltebecken wird noch mal teurer

Unter dem Parkplatz an der IGS soll das neue Becken entstehen.
Unter dem Parkplatz an der IGS soll das neue Becken entstehen.

Noch einmal mussten die Planer die Baukosten des neuen Regenrückhaltebeckens im Blockfeld erhöhen: 4,8 Millionen Euro wird die Gemeinde dafür ausgeben müssen. Das könnte eine Erhöhung der Abwassergebühren nach sich ziehen. In der jüngsten Ratssitzung wurde die Vergabe der wesentlichen Aufträge im Wert von 4,2 Millionen Euro einstimmig beschlossen.

Das neue Regenrückhaltebecken, das unter dem Lehrerparkplatz der Integrierten Gesamtschule im Blockfeld entstehen soll, soll Wassermassen vor allem bei starkem Regen auffangen. In der Vergangenheit kam es dann öfters zu Überschwemmungen.

Ursprünglich sollte das Becken 3,1 Millionen Euro kosten. Im September erläuterten die Planer des Ingenieurbüros IPR Consult den Mitgliedern des Bauausschusses und Gemeinderats in einer Sitzung die Kostensteigerung um 1,1 Millionen Euro. Aufgrund von Erkenntnissen in verschiedenen Bereichen habe das Vorhaben in Teilen geändert und optimiert werden müssen, so die Erklärung. Der Kostenerhöhung wurde im September zugestimmt.

Müssen in den sauren Apfel beißen

Nach Ausschreibung der Aufträge und Auswertung der abgegebenen Angebote sind laut Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) die Gesamtkosten ein weiteres Mal gestiegen: nach einer ersten Überschlagsrechnung um rund 700.000 Euro auf 4,8 Millionen Euro. Das ist noch einmal ein Aufschlag von rund 15 Prozent gegenüber der letzten Berechnung im September. Das sei aber nicht so viel, dass die Ausschreibung rückgängig gemacht werden müsste, meinte der Bürgermeister: „Würden wir in einem viertel Jahr noch einmal ausschreiben, bezweifle ich, dass die Angebote günstiger werden. Das Gegenteil wird wohl der Fall sein. Wir brauchen aber das Becken. Wir werden in den sauren Apfel beißen und die Mehrkosten akzeptieren müssen.“ Und: Die unangenehme Folge für die Mutterstadter sei, dass in den Folgejahren die Abwassergebühren sehr wahrscheinlich steigen werden, um die Kosten aufzufangen. Das Mutterstadter Abwasser werde aber auch nach einer Erhöhung nicht teurer sein als das in den Nachbarkommunen, meinte der Ortschef.

Die Vergabe der zwei Aufträge im Wert von 2,9 und 1,3 Millionen Euro wurde einstimmig beschlossen.

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