Rhein-Pfalz Kreis Preisgekröntes Katzen-Musical im Palatinum

Mutterstadt. „Katzen tanzen nicht mit Wölfen“ ist der Titel des Kindermusicals aus Cottbus, das am 11. April, 18 Uhr, im Palatinum aufgeführt wird. Das Besondere an dem Stück: Es ist eine Zusammenarbeit von Jugendlichen aus Cottbus mit Schülern der Fachschule für Veranstaltungs- und Eventmanagement Ludwigshafen und dem Rotary Club Limburgerhof/ Vorderpfalz.
In der Geschichte geht es um das Reich des Katzenkönigs Siegfried, das von einem grauen Wolf und seiner Hundehorde erobert wird. Doch dann taucht der Abenteurer Sigismund auf, der die Katzen retten soll. Das Musical ist ein Abenteuer für die ganze Familie mit eingängigen Melodien und zauberhaften Kostümen, verspricht der Veranstalter. Für ihre Aufführung haben die Jugendlichen aus der Niederlausitz fünf Awards und einen Sonderpreis beim Europäischen Jugend Musical Festival 2014 gewonnen. Den Sonderpreis hat der Rotary Club Limburgerhof/Vorderpfalz für besondere Kinder- und Jugendarbeit vergeben. Der Club finanziert die Fahrt und den Auftritt in der Pfalz. „Das ist eine Top-Truppe“, lobt Klaus Eichenlaub, Leiter des Europäischen Jugend Musical Festivals, die Cottbuser. Auch wenn es ein Kindermusical ist, sei es etwas ganz Besonderes. Aus dem Sonderpreis des Rotary Clubs ist das Projekt „Schüler für Schüler“ entstanden. Denn die Organisation des Auftritts hier in der Region haben Schüler der Fachschule für Veranstaltungs- und Eventmanagement Ludwigshafen übernommen. „Das ist ein Projekt-Projekt-Projekt, so eine Symbiose habe ich noch nicht gesehen“, sagt Landrat und Schirmherr Clemens Körner (CDU). Denn der Erlös aus den Eintrittsgeldern geht an „Bildung schafft Zukunft“ – wiederum ein Projekt des Rotary Clubs. Mit diesem soll die Bildung von Kindern und Jugendlichen in der Region unterstützt werden. Außerdem werden 200 Karten an Schüler aus den umliegenden Schulen verschenkt. „In Zeiten von Smartphone und Playstation wollen wir Kindern und Jugendlichen kulturelle Veranstaltungen wieder näherbringen“, erklärt Elisabeth Blendl. Sie ist Schülerin der Fachschule und eine von sieben aus ihrer Klasse, die sich für „Schüler für Schüler“ einsetzen und die Veranstaltung in ihrer Freizeit organisieren. Das Projekt ermöglicht es den angehenden Eventmanagern, ihr Wissen in der Praxis anzuwenden. „Wir müssen den Schülern die Gelegenheit geben, eigene Erfahrungen zu machen“, erklärt Dietmar Scherer, Lehrer und Betreuer des Projekts an der Fachschule. Von der Gestaltung der Flyer über die Anreise der Cottbuser bis zur Pressekonferenz − alle Aufgaben hat das junge Team eigenständig bearbeitet. Dabei mussten sie auch die Erfahrung machen, dass nicht immer alles nach Plan läuft. „Kurz vor Weihnachten stand die Aufführung auf der Kippe, weil der ursprüngliche Veranstaltungsort abgesagt wurde“, erzählt Jacqueline Birke vom Team der Fachschule. „Glücklicherweise konnten wir auf das Palatinum in Mutterstadt ausweichen.“ Diese Herausforderung haben die Jugendlichen erfolgreich gemeistert. Jetzt müssen nur noch die Besucher kommen.