Rhein-Pfalz Kreis Platz für Urnengräber wird knapp
Nachdem die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim die Friedhöfe neu vermessen und die Daten digitalisiert hat, wollen die Fraktionen in Lambsheim ein Gesamtkonzept für die Gräberbelegung auf dem örtlichen Friedhof erarbeiten. Das ist das Ergebnis der jüngsten Bauausschusssitzung. Ein Hauptpunkt ist die starke Nachfrage nach Urnengrabstätten.
Im vergangenen Dezember hatten sich die Mitglieder des Bauausschusses dafür ausgesprochen, auf dem Lambsheimer Friedhof zwei Doppel- und zehn Einzelgrabstätten in Urnengräber umzuwandeln (wir berichteten). Um dem Bedarf gerecht zu werden, sollen zudem weitere Urnengrabstätten angelegt werden. Doch das ist gar nicht so einfach. Wie aus dem aktualisierten Belegungsplan hervorgeht, befinden sich die Grabstätten, die in den kommenden Jahren frei werden, über das gesamte Areal verteilt. „Das ist ein ziemlicher Flickenteppich“, erklärte Carolin Wirth von der Verbandsgemeinde am Dienstag im Ausschuss. In den nächsten zwei Jahrzehnten werde keine zusammenhängende Fläche frei, die man für größere Urnengrabfelder nutzen könnte. Auch wenn man aktuell noch etwas Luft habe, gehe der Platz für Feuerbestattungen so langsam aus, berichtete Beigeordnete Silke Wilhelm (CDU). Bei der Erweiterung des neuen westlichen Friedhofsteils Richtung Norden sollten deshalb auf einer Seite Urnengräber vorgesehen werden. Gegenüber wäre dann noch Platz für Erdbestattungen. Beigeordneter Ralf Lenke (SPD) rief die Idee einer Urnenwand in Erinnerung. Eine solche sei östlich von Kapelle und Leichenhalle vorstellbar, meinte Lenke. Zudem könnte eine weitere Urnenwand auf Höhe der Grünfläche entlang der östlichen Friedhofsmauer gebaut werden, sagte Sebastian Dietz (CDU). „Da müsste man nur die Hecke wegmachen.“ Denkbar seien auch Urnenhochbeete, befanden einige Ausschussmitglieder. Diese seien etwas platzsparender als Urnenwände. Bereits im Juni 2017 hatten sich die Christdemokraten in einem Antrag für ein Gesamtkonzept für das Areal ausgesprochen und die Gemeinde aufgefordert, sich Gedanken darüber zu machen, welche Bereiche des Friedhofs künftig zu welcher Zeit neu belegt werden. Seinerzeit wollten die Fraktionen aber den digitalen Lageplan abwarten, der nun vorliegt. Die Fraktionen wollen jetzt an diesem Konzept feilen und es zunächst intern diskutieren. Die Ergebnisse sollen dann im zweiten Halbjahr im Bauausschuss beraten werden. Bis sich die Pläne auf dem Friedhof sichtbar niederschlügen, werde es jedoch Jahre dauern, sagte Silke Wilhelm.