Dudenhofen
Pfarrheim: Termin für Einweihung steht fest
Auf dem Pfarrhaus-Grundstück in der Dudenhofener Raiffeisenstraße hat sich in den vergangenen Monaten viel getan. Von außen am augenfälligsten: Das Äußere des denkmalgeschützten Pfarrhauses aus dem 18. Jahrhundert ist inklusive der Mauer zur Straße hin komplett saniert worden. Dachgebälk sei teilweise ausgetauscht worden, berichtet Pfarrer Jens Henning. Aber auch innen, im Erdgeschoss, ist vieles neu: Das Pfarrbüro wurde komplett erneuert, so dass die drei Pfarrsekretärinnen nun in einer modernen Umgebung inklusive Sozialraum ihrer Arbeit nachgehen können.
Die größten Veränderungen sind allerdings im Garten hinter dem Haus geschehen. Dort ist das neue Pfarrheim entstanden, das künftig ein zentraler Ort für alle Mitglieder der Pfarrei Heilige Hildegard werden und das am Sonntag, 12. Oktober, im Anschluss an den um 10.30 Uhr beginnenden Gottesdienst eingeweiht werden soll. Es bildet nun mit dem Pfarrhaus gegenüber und der Bücherei daneben einen kleinen Hof, der noch mit Rollrasen ausgelegt werden soll. Auch Bäume werden noch gepflanzt. Ein kleiner Parkplatz, der allerdings nur für eine Handvoll Fahrzeuge ausreicht, wurde zuletzt noch gepflastert.
Etwas kleiner als angedacht
Das Pfarrheim-Gebäude selbst ist etwas kleiner ausgefallen, als ursprünglich mal angedacht. „Es sollte zweistöckig werden, aber das war nicht zu finanzieren“, bedauert der Pfarrer. Doch das Gebäude mit Satteldach, das in seinem Landhaus-Stil zu den benachbarten historischen Gebäuden passen soll, bietet auch so noch reichlich Platz im großen Saal. Bis zu 100 Menschen könnten dort an Tischen sitzen, erklärt der Pfarrer. Bis auf den Beamer für die bereits befestigte Leinwand sieht es hier schon ziemlich fertig aus. Noch eingerichtet wird nebenan eine kleine Küche. In den Toiletten sind beim RHEINPFALZ-Besuch ebenfalls noch Restarbeiten zu erledigen, ebenso wie an der Treppe, die nach oben in eine kleine Galerie führt. Daran anschließend gibt es auch noch einen weiteren Raum sowie Platz für die Technik. Sowohl der Zeit- als auch der Kostenplan konnten laut Pfarrer bei den Bauarbeiten eingehalten werden.
Dass sich künftig das Leben der Pfarrei mehr in der Sitzgemeinde Dudenhofen konzentrieren soll, ist für Pfarrer Henning unvermeidlich. Nicht nur dass die Anzahl der Mitglieder abnimmt und mit dem Ruhestand von Pfarrer Gerhard Kolb im kommenden Jahr auch das Pastoralteam kleiner wird. Auch von Pfarrheimen in den anderen Orten hat sich die Kirche bereits getrennt oder wird dies noch tun: In Harthausen hat die Ortsgemeinde das Gebäude für die neue Kita Bachhüpfer übernommen. In Heiligenstein steht der Verkauf an die Ortsgemeinde Römerberg unmittelbar bevor. Und in Hanhofen würde die Kirche gerne Wohnungen anstelle des Pfarrheims bauen. Noch unklar ist die Zukunft des alten Pfarrheim-Gebäudes in Dudenhofen, es gehört bereits der Ortsgemeinde. Obwohl mit dem neuen Pfarrheim das Spargeldorf noch stärker in den Mittelpunkt des Gemeindelebens rückt, verspricht der Pfarrer: „Wir werden die anderen Gemeinden aber nicht vergessen.“