Rhein-Pfalz Kreis Pfalzmarkt: Dannstadt fordert Verkehrsprognose

Dannstadt-Schauernheim/ Mutterstadt. Der Pfalzmarkt in Mutterstadt möchte expandieren und zwar nach Osten in Richtung Autobahn 61. In einer neuerlichen Stellungnahme zu dem Vorhaben fordert die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, an deren Gemarkung das Gelände grenzt, nachdrücklich ein sogenanntes Verkehrsprognose-Gutachten.
Erste Anregungen der Dannstadt-Schauernheimer hat die Gemeinde Mutterstadt in Absprache mit der Pfalzmarkt-Geschäftsführung ausgeräumt. Demnach bleibt das nördliche Tor entgegen der ursprünglichen Pläne nun doch für den landwirtschaftlichen Anlieferverkehr geöffnet. Auf Dannstadt-Schauernheimer Seite wurde befürchtet, dass sonst die derzeit im Bau befindliche Umfahrstrecke um den Ortsteil Schauernheim für Landwirte unattraktiv und damit nutzlos würde. Für ein Gutachten sieht Mutterstadt keinen Anlass. Laut der Pfalzmarkt-Geschäftsführung nehme der Verkehr durch die geplante Expansion nicht wesentlich zu, da diese vor allem die Logistik und Leergutannahme verbessern soll. Zusätzlicher Verkehr werde über den Pfalzmarkt-Anschluss direkt auf die A 61 geleitet, sodass er weder Dannstadt-Schauernheim noch Mutterstadt belaste. Die Verantwortlichen in Dannstadt-Schauernheim halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass bei der Verdopplung des Areals kein nennenswerter zusätzlicher Verkehr entsteht. Neben dem Lkw- müsse nicht zuletzt der Traktorverkehr berücksichtigt werden, gab der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, Stefan Veth (CDU), zu bedenken. „Wir fürchten, dass wir wieder mehr Verkehr abbekommen, als uns lieb ist“, sagt er. Das sehen seine Ratskollegen parteiübergreifend ebenfalls so. Mit einem neuerlichen Beschluss haben sie daher die Forderung nach besagtem Verkehrsprognose-Gutachten bekräftigt. Es soll feststellen, ob Dannstadt-Schauernheim tatsächlich keine weiteren Beeinträchtigungen durch Lieferverkehr zu erwarten hat. (mamü)