Rhein-Pfalz Kreis Personalmangel belastet

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Mutterstadt. Sich kennenlernen und einleben, fortbilden, fehlendes Personal kompensieren: Welche Themen im vergangenen Jahr den Alltag in den beiden Kindertagesstätten (Kita) Haus des Kindes und Am alten Damm in Mutterstadt prägten, haben die Leiterinnen Michaela Horlacher und Julia Arz dem Sozialausschuss berichtet.

Dem Erzieherteam im Haus des Kindes machte demnach vor allem die schwierige Personalsituation zu schaffen. Zwar wurden laut Michaela Horlacher sechs neue Erzieherinnen eingearbeitet. Aber trotzdem blieben seit April vier Stellen unbesetzt, darunter seit Oktober die ihres Stellvertreters. Zwischenzeitlich habe das Defizit auf 2,25 Stellen verringert werden können, dennoch „haben wir aus organisatorischen und pädagogischen Gründen eine Gruppe bis zum März 2015 verkleinert“, informierte sie. Das Team hege jedoch die Hoffnung, dass die noch freien Stellen bald besetzt werden. Doch der momentane Stellenmarkt für Erzieher und die mit den Stellen verbundenen Befristungen machten das nicht einfach. Darüber hinaus machte das Kita-Team bei dem Projekt „Qualität im Situationsansatz“ mit, das zur Offensive Bildung des Chemiekonzerns BASF SE gehört. Dazu gehörten unter anderem über das ganze Jahr verteilt Schulungen sowie eine Entwicklungswerkstatt. Bei einer externen Überprüfung wurden unter anderem die pädagogische Arbeit mit den Kindern beobachtet und Gespräche mit den Jungen und Mädchen, Eltern, dem Kita-Team und dem Träger, also Vertretern der Gemeinde, geführt. In der Folge wurden Schwerpunkte gesetzt. Die Erzieherinnen widmeten sich zum Beispiel der Gestaltung der verschiedenen Räume, während den Eltern das Mittagessen der Ganztagskinder besonders wichtig war. So wurden mit dem Anbieter die Essensmenge und die Auswahl verbessert, berichtete Horlacher. Außerdem feierte das Haus des Kindes im November sein 30-jähriges Bestehen. Neben kulinarischen Genüssen lockten am Festtag Spiele, Mitmachtheater, Kinderschminken, Licht-Experimente und Aufführungen der Tanz AG. Zum Programm gehörten außerdem eine Dokumentation über die vergangenen 30 Jahre, eine Auktion von Kinderkunstwerken und ein Laternenumzug. 2014 wurde zudem der erste Jahrgang von Kindern, die 2010 als Zweijährige aufgenommen wurden, in die Schule verabschiedet. Ihr erstes Jahr erlebte dagegen die im April 2014 offiziell eröffnete Kindertagesstätte „Am alten Damm“, die jedoch bereits seit Dezember 2013 in Betrieb ist. Zwangsläufig mussten sich Kinder und Erzieherinnen erst einmal kennenlernen, auch untereinander, erklärte Leiterin Julia Arz. Auch hier fehle noch Personal. Allerdings seien in der Kita „nur“ 1,5 Stellen unbesetzt. Anfangs habe das Team gemeinsame Arbeitsweisen entwickelt und sich anschließend an Freitagen und Samstagen fortgebildet. Dazu gehörte auch eine Schulung über das richtige Vorgehen beim Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohls. Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte die Kita-Leiterin den Tag der offenen Tür im September. Vom gegenseitigen Kennenlernen abgesehen hätten sich Erzieherinnen und Kinder mit den nach und nach eintreffenden Möbeln und Spielsachen beschäftigt. „Gemeinsam mit den Kindern wurden die Räume eingerichtet und so gestaltet, wie es für alle am besten erschien“, erklärte sie dazu. Darüber hinaus seien Feste wie Fasnacht, Ostern und St. Martin gefeiert und viele Ausflüge unternommen worden, zum Beispiel in den Mutterstadter Wald und zur Playmobil-Ausstellung ins Historische Museum der Pfalz in Speyer. Zur Personalsituation in den beiden Kindertagesstätten erklärte Gunther Holzwarth, Büroleiter bei der Mutterstadter Verwaltung, auf RHEINPFALZ-Nachfrage, dass das Problem auch andere Kommunen betreffe. Die Suche nach geeignetem Personal gestalte sich schwierig. „In Kürze werden wir wieder eine Vorstellungsrunde mit zwei oder drei Bewerberinnen haben.“ (mamü)

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