Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Partnerschaftsverein will Jubiläum nachholen

Das Johannisfest in Praszka – hier im Jahr 2019 – ist immer ein besonderes Erlebnis.
Das Johannisfest in Praszka – hier im Jahr 2019 – ist immer ein besonderes Erlebnis.

Für den Mutterstadter Partnerschaftsverein sollte 2020 ein Jahr des Feierns sein. Doch die Corona-Pandemie hat die Pläne des Vorstands durchkreuzt. Nun hoffen Vorsitzender Wilfried Hundsdörfer und seine Vorstandskollegen, dass der Verein das 20-jährige Bestehen im kommenden Jahr nachholen kann. Denn erste konkrete Pläne gibt es schon.

Freunde treffen, Beziehungen pflegen – nicht im Corona-Jahr. Bereits im Frühjahr kamen für den Partnerschaftsverein die ersten Absagen. Die für Mai geplante Bürgerreise in die Südtiroler Partnergemeinde Naturns wurde abgesagt, ebenso die Tagesreise im August nach Luxemburg. Dort wollten die Vereinsmitglieder Bürger aus Oignies treffen, das unweit von Luxemburg an der französisch-belgischen Grenze liegt. Und zum Johannisfest am 21. Juni konnten die Mutterstadter auch nicht ins polnische Praszka fahren.

Die Corona-Pandemie mit all ihren Auflagen macht auch die aktuellen Pläne des Vereins zunichte. Der Weihnachtsmarkt in Oignies – und somit auch der Besuch dort – ist abgesagt. „Wir waren dort immer vertreten, sogar in Pfälzer Tracht, und hatten einen eigenen Stand mit Pfälzer Produkten, die sehr gut ankamen“, erzählen Vorsitzender Wilfried Hundsdörfer und Ehrenvorsitzender Hans-Dieter Kuch. Und auch den Partnergemeinden waren die Hände gebunden. Da in diesem Jahr die Mutterstadter Kerwe ausfallen musste, blieben auch die Delegationen der Besucher aus Praszka und Oignies zu Hause.

Zunächst sei es ärgerlich gewesen, „dass unsere Pläne durchkreuzt wurden“, meint der Vorsitzende. Dann hätten sie im Team überlegt, wie sie das 20-jährige Bestehen des Vereins doch feiern könnten. Denn dass die Veranstaltungen ersatzlos gestrichen werden sollen, habe nie zur Diskussion gestanden: „Dafür haben wir schon zu viel Zeit investiert und alles schon sehr detailliert geplant“, berichtet Hundsdörfer: „Wir möchten nicht darauf verzichten, denn dann war ja alle Mühe umsonst.“

Persönliche Kontakte werden sehr vermisst

Daher gibt es für die eine oder andere Veranstaltung bereits Termine im kommenden Jahr. So wird die Jubiläumsfeier, die für September im Pfarrer-Jakob-Fuchs-Haus geplant war, am 23. April 2021 stattfinden. Und auch für die Bürgerreise in die Südtiroler Partnergemeinde Naturns, „die komplett geplant und gebucht ist“, konnte ein neuer Termin gefunden werden, nämlich vom 29. Mai bis 6. Juni 2021.

Die Mitglieder vermissen die persönlichen Kontakte zu den Partnergemeinden: „Im Lauf der Zeit sind Freundschaften entstanden – auch weil wir bei den Reisen grundsätzlich in Familien untergebracht sind und dies auch umgekehrt bei uns anbieten“, betont Hundsdörfer. Doch für die Freunde gibt es auch in Corona-Zeiten noch Mittel und Wege, um sich auszutauschen: „Wir kommunizieren zurzeit häufig telefonisch und per Brief.“ Zudem schauen auch hin und wieder Freunde aus den Partnergemeinden in Mutterstadt vorbei, wenn sie auf der Durchreise sind, berichtet Hundsdörfer.

Im kommenden Jahr soll endlich wieder Normalität einkehren. „Höhepunkte sind immer die gegenseitigen Besuche in Form von Bürgerreisen, und es sind dabei herzliche Freundschaften entstanden.“ Der Blick des Vorstands geht auch in anderer Hinsicht in die Zukunft, denn auf den Verein – wie auch viele andere Vereine – komme die Herausforderung zu, neue und vor allem auch jüngere Mitglieder zu gewinnen. „Wir überlegen, was wir tun können, um der Entwicklung entgegenzuwirken, dass junge Leute nicht mehr bereit sind, sich im Verein zu engagieren. Wir müssen als Verein etwas tun, damit wir Nachwuchs bekommen“, erklärt Hundsdörfer. Man sei in der Ideenfindung, „Beschlüsse sind noch keine gefasst“. Impulse erhoffen sich die Vorstandsmitglieder auch von Professor Wilhelm Kreutz , der als Festredner bei der Jubiläumsfeier, die auf 2021 verschoben wurde, seinen Vortrag diesem Thema widmen wird.

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