Dannstadt-Schauernheim Pappelwäldchen: IG Bürgerwille kritisiert Ralf Klein
Im Artikel „Oft eine Art Hürdenlauf“ in der Serie „Was war, was kommt“, erschienen in der RHEINPFALZ-Ausgabe vom 17. Januar, bezieht sich Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) beim Thema Baustopp der Entlastungsstraße wegen eines geforderten Artenschutzgutachtens auf die 1600 Unterschriften der IG Bürgerwille. Der Verein setzt sich für die Entlastung der Hauptverkehrsrouten im Ort ein, unter anderem soll die geplante Erschließungsstraße für die neuen Gewerbeflächen genau das bewirken.
Ralf Klein warf in seiner Stellungnahme Manuela Winkelmann in diesem Zusammenhang „Etikettenschwindel“ vor, als sie die 1600 Unterschriften den von der AG Pappelwäldchen gesammelten Unterschriften (572) gegenübergestellt hatte. Zur Erläuterung: Die AG Pappelwäldchen, deren Sprecher Klein ist, ist gegen die geplante Erschließungsstraße, weil dafür ein Pappelwäldchen zu Schaden kommen würde.
Kleins Darstellung möchte die IG so nicht stehen lassen: „Die IG ist erstaunt, dass Ralf Klein nun Inhalte der Unterschriftenaktion anzweifelt“, schreibt der Vorstand. Er erinnert daran, dass die IG seit 2011 für die Verkehrsentlastung in Dannstadt kämpfe. Der Verein fordere ein schlüssiges Konzept, insbesondere eine Umfahrung für den Schwerlastverkehr sowie die landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Wesentlicher Teil hierzu sei die geplante Ortsrandstraße. Es sei für die IG nicht akzeptabel, „dass Ralf Klein durch seine Maßnahmen mit der AG Pappelwäldchen den zweiten Abschnitt der Ortsrandstraße blockiert“. Andererseits – so der Vorwurf der IG – fordere Ralf Klein weiterhin notwendige Entlastungsmaßnahmen innerorts. „Flora und Fauna sind schützenswert, doch wer schützt die Gesundheit der Menschen“, fragt der IG-Vorstand.