Rhein-Pfalz Kreis Palatinum mit üblichem Defizit, aber guter Auslastung

Mutterstadt. Das Palatinum in Mutterstadt hat das vergangene Jahr mit einer Bilanzsumme von 8,3 Millionen abgeschlossen. Darin enthalten ist ein Jahresverlust von 185.753 Euro, der von der Gemeinde ausgeglichen wird. Der Hauptausschuss hat diesen Jahresabschluss in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig festgestellt und zudem über die zukünftige Programmgestaltung gesprochen.
Wie sieht die Zukunft im Veranstaltungssaal Palatinum aus, nachdem es die Veranstaltungsagentur Salten Theater Promotion nicht mehr gibt? Das war die Frage, die CDU-Fraktionsvorsitzenden Ulf-Rainer Samel beschäftigte. „Wie wird dort das Programm in Zukunft gestaltet? Wird sich eine neue Agentur darum kümmern?“, fragte Samel. Die Agentur Salten Theater Promotion hatte bisher das Palatinum, das ein Eigenbetrieb der Gemeinde ist, mit Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Konzert und Kabarett bespielt. Nach dem Tod der Gründerin Lilo Salten im Februar wurde ein Insolvenzverfahren eingeleitet und die Agentur aufgelöst. „Wir haben sehr viele Anmietungen von Veranstaltern“, berichtete Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD). Vorteil: keine Einbußen. Nachteil: Das Programm wird vorgegeben. Im Frühjahr 2017 soll das Thema Programmgestaltung daher noch einmal im Kulturausschuss thematisiert werden. „Wir besprechen dann, ob es eine Koordinatorin geben soll oder ob wir eine Agentur beauftragen, sofern wir wieder ein eigenes Angebot anbieten möchten“, sagte Schneider. Wichtig sei, dass sich das Palatinum in der Kulturszene einen Namen gemacht habe. „Es hat sich in der Branche rumgesprochen, dass es hier Auftrittsmöglichkeiten gibt“, meinte er. Mit dem Defizit von etwas mehr als 185.000 Euro liege man wieder voll im Normbereich. „Das hat sich in den vergangenen Jahren eingependelt, in den Anfangsjahren war das Defizit weit höher“, berichtete Schneider. |lai