Speyerer Umland
Ostereierschießen bei zwei Vereinen gestartet
Der Sportschützenverein (SSV) Otterstadt machte am Samstag bereits den Auftakt. „Wir waren überrascht, dass schon so viel los war“, gab der Vorsitzende Joachim Rheinheimer im Gespräch mit der RHEINPFALZ zu. Es sei deutlich zu spüren gewesen, dass die Leute danach dürsten, endlich wieder gesellschaftliche Ereignisse wahrnehmen zu können.
Das Ergebnis laut Rheinheimer: „Die Laune war gut, die Leute verweilten und es herrschte schon fast Volksfeststimmung.“ Dass der SSV und die Schützengesellschaft Berghausen die beiden einzigen Vereine aus dem Schützenkreis Speyer waren, die sich 2022 nach zwei Jahren Pause ans Ostereierschießen gewagt haben, erklärten die Verantwortlichen in beiden Fällen einheitlich.
„Wir haben gesagt, wir wollen nach der Pandemie wieder durchstarten“, berichtete Rheinheimer. Ulrich Hofmann, Chef der SG Berghausen, sagte: „Wir möchten, dass es wieder weitergeht und Normalität zurückkehrt.“ Die Anspannung sei durchaus da gewesen vor der ersten Veranstaltung nach so langer Zeit, fügte er an. Hauptproblem sei die Unvorhersehbarkeit der Resonanz gewesen.
Keine Lieferschwierigkeiten
Hoffmann ist gespannt: „Für uns ist es die absolute Überraschung, wie viele Leute unterm Strich zu unserem Ostereierschießen kommen werden.“ Anders als in Otterstadt gibt es in Berghausen am Mittwochabend sowie am Ostersonntag und -montag nochmals die Chance auf viele bunte Eier.
Auf die Logistik angesprochen merkte Rheinheimer an: „Wir haben uns einfach an den Zahlen von 2019 orientiert und gesagt: Weniger wird es auf keinen Fall.“ Glücklicherweise habe es bei den Eiern keine Lieferschwierigkeiten gegeben. Im Gegenteil: „Bei unserem Lieferant in Speyer können wir zu jeder Zeit nachordern.“
Beide Vereine boten das Schießen mit dem Luftgewehr auf zehn Meter Distanz an. Drei Schuss durften pro Scheibe abgegeben werden. „Die meisten kaufen ab fünf Scheiben aufwärts“, stellte Rheinheimer fest. Die jüngeren Kinder durften an beiden Standorten zum Lichtgewehr greifen. In Otterstadt durften sich Testwillige zudem an Pfeil und Bogen üben. „Dort bieten wir auch ein separates Osterhasenschießen auf eine Dartscheibe an“, informierte Rheinheimer.
Rückläufige Mitgliederzahlen durch die Pandemie können beide Vereine übrigens nicht verbuchen. Im Gegenteil. „Wir hatten einige Neuzugänge“, ließ Hofmann wissen. Rheinheimer bestätigte für Otterstadt: „Wir haben viel Zulauf, vor allem in der Bogenabteilung.“