Hochdorf-Assenheim
Ortspolitiker stimmen für neuen Pfalzmarktweg
Vor drei Wochen hatten sich die Landwirtschaftsausschüsse der beiden benachbarten Ortsgemeinden das Vorhaben „Pfalzmarktzuwegung Südwest“ von DLR-Mitarbeiter Georg Herion vorstellen lassen. Ihr Augenmerk galt dabei den Strecken auf dem Territorium ihrer Dörfer. Indem die Wirtschaftswege Richtung Pfalzmarkt für Bauern attraktiv gestaltet werden, soll der landwirtschaftliche Verkehr künftig weniger durch die Ortschaften rollen. In der Folge sollen die Anwohner entlastet werden. Die Ausschussmitglieder überzeugte das Vorhaben grundsätzlich. Sie empfahlen ihren Ortsgemeinderäten, dem dafür nötigen Flurbereinigungsverfahren zuzustimmen und das DLR mit den Planungen zu beauftragen.
In der Sitzung des Hochdorf-Assenheimer Ortsgemeinderats sagte Thorsten Clemens für die SPD-Fraktion nun: „Wir werden zustimmen. Das ist eine ganz wichtige Option, die die Gemeinde überprüfen sollte.“ Zugleich warnte er vor allzu hohen Erwartungen. Es gelte, realistisch zu bleiben. So werde es nicht gelingen, den kompletten landwirtschaftlichen Verkehr aus der Gemeinde herauszubekommen. „Das ist illusorisch. Aber wir werden vielleicht einen Teil davon herausbekommen“, sagte er. Dafür sei es wichtig, dass die Wege und Anbindungen für die Landwirtschaft attraktiv ausgebaut werden, damit diese sie auch nutzen. Wenn Land und Kommunen schon so viel Geld investieren, soll das auch einen Effekt haben, mahnte Clemens an.
Warnung: Ortsumgehung sollte Priorität haben
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Saliba teilte diese Einschätzung. Das DLR-Projekt biete eine einmalige Chance für die Entlastung der Menschen im Ort. „Wenn wir die jetzt nicht wahrnehmen, gibt es keine Entlastung“, war er sicher.
„Wir sind heilfroh, ein bisschen was von dem maschinellen Aufkommen entzerren zu können“, sagte FWG-Fraktionschefin Monika Schönbucher. Ortsbürgermeister Walter Schmitt (FWG) schloss sich den Fraktionsvorsitzenden an. „Wenn wir nur einen Teil des landwirtschaftlichen Transitverkehrs aus dem Ort bekommen, wäre das schon ein Riesenschritt. Ernst Büber (FWG) merkte an: „Ich hoffe, die Umgehung über die Feldwege geht nicht schneller als die Ortsumgehung Assenheim. So schießen wir uns ins Knie. “ Das sei ja immer das Argument beim Gronauer Gewerbegebiet gewesen, dass es „eine mittelschwere Katastrophe wäre, wenn der Lkw-Verkehr durchs Dorf rollt“, sagte er.
In der Sitzung des Rödersheim-Gronauer Rats am Mittwoch gab es zu diesem Thema keine Wortmeldungen. Er stimmte einfach zu.