Römerberg Ortsfamilienbücher für Berghausen und Heiligenstein sind fertig
Johann Benedom erstellt seit rund 20 Jahren Ortschroniken und Ortsfamilienbücher. Zwölf Bücher sind so bereits entstanden, unter anderem vor rund zwei Jahren ein Ortsfamilienbuch für Otterstadt. Nun kommen zwei weitere Bücher hinzu: die Familienbücher für die heutigen Römerberger Ortsteile Berghausen und Heiligenstein. Ein entsprechendes Buch für Mechtersheim, erstellt von Wendelin Hoffelder, ist bereits 2012 erschienen.
Für seine neuesten Werke hat Benedom vier Jahre lang Informationen aus Kirchenbüchern und später aus den Büchern der Standesämter zusammengetragen und jedem Familiennamen die Mitglieder der Familie in der Zeit zwischen 1658 und 1920 zugeordnet. Warum nur bis 1920? Die jeweils letzten 100 Jahre unterliegen dem Datenschutz.
Kleine Geschichten und Kurioses
Vor wenigen Tagen übergab Johann Benedom die beiden fertigen Bücher druckfrisch Thomas Sartingen, dem Vorsitzenden des Heimat- und Brauchtumsvereins Römerberg. Der Verein vertreibt die Bücher, die eine Einheit bilden und deshalb nur zusammen abgegeben werden: Band eins enthält die Daten aus dem Kirchenbuch der Heiligensteiner Kirche, zu der auch Berghausen gehörte. Band zwei enthält die Daten der Standesämter von Berghausen und Heiligenstein seit der Einführung durch die Franzosen.
Bei der Vorstellung der Bücher staunte Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) auch über die kleinen Geschichten und Kuriositäten, die sich in den Kirchen- und Standesamtsbüchern fanden. So gibt es einen Eintrag über einen „Grimaldy aus Monaco“, der 1743 in Berghausen fiel, oder über ein 14-jähriges Mädchen, das erfroren unter einem Nussbaum gefunden wurde. Schmunzeln kann man über den Familienname „Holzschopp“, den das Findelkind Marcellus bekam weil es in einem Holzschuppen gefunden worden war.