Kommunalwahl 2024
Ortsbürgermeister-Kandidat Walter Schmitt über seine Ziele
Herr Schmitt, die lang ersehnte Ostumgehung Assenheim entsteht gerade und soll 2025 fertig werden. Ist das Thema Verkehrsentlastung für Hochdorf-Assenheim damit erledigt, oder gibt es hier noch mehr zu tun?
Wir arbeiten natürlich weiter an der Verkehrsentlastung unserer Bürger. Als nächstes Projekt wollen wir die Entlastung des Ortsteils Hochdorf durch eine geänderte Zuwegung zum Pfalzmarkt angehen. Ich stehe im engen Austausch mit der zuständigen Behörde. Das notwendige Verfahren hierzu ist bereits eingeleitet.
Wenn 2025 zudem die Buslinie zur S-Bahn kommt, hat die Ortsgemeinde dann das Bestmögliche beim öffentlichen Nahverkehr erreicht?
Die Einrichtung einer festen Buslinie zum S-Bahnhof nach Böhl-Iggelheim bringt einen deutlichen Mehrwert bei der Verkehrsanbindung an die Schiene für Hochdorf-Assenheim und macht die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs deutlich attraktiver. Dadurch wird eine schnellere Anbindung an die Schiene erreicht. Natürlich ist dies auch der richtige Schritt in Richtung Entlastung des Individualverkehrs. Wir arbeiten bereits am nächsten Thema. So ist eine Machbarkeitsstudie zum Rad- und Fußweg nach Böhl-Iggelheim angestoßen, deren Umsetzung einen sicheren und direkten Weg in die Nachbargemeinde ermöglichen soll.
Der Dreipunkthof D1 lässt weiter auf sich warten. Doch selbst wenn die Verbandsgemeinde ihr Vorhaben im Ortsteil Assenheim eines Tages umsetzt: Entstehen dort genügend Angebote für Jugendliche und Senioren im Ort oder haben Sie zusätzliche Ideen für Ihr Dorf?
Leider ist die Umsetzung tatsächlich „kurzfristig“ nicht möglich. Grundsätzlich arbeiten wir aber weiter an diesem Projekt und hoffen, die Umsetzung auf Sicht zu ermöglichen. Unabhängig davon sind wir durch die Unterstützung vieler Helfer sehr aktiv. Wir bieten zum Beispiel mit den stets gut besuchten monatlichen Seniorencafés oder Ausflügen eine gute Basis für den sozialen Austausch der Senioren und das weitere Einbinden in das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde. Für die Jugendarbeit benötigen wir geeignete Räumlichkeiten. Hier laufen gerade Verhandlungen zum Anmieten.
Wo sehen Sie weitere Möglichkeiten, das Dorf fit zu machen für die Zukunft?
Wichtig ist, Veränderungen wahrzunehmen und zum Wohle von unseren Bürgern zu handeln. Wie bereits ausgeführt, ist die Mobilität ein wichtiges Thema. Hier haben wir zwar durch die angesprochene Anbindung an den S-Bahnhof in Böhl-Iggelheim einen schönen Erfolg. Aber auch das Thema Energiewende wird uns in den nächsten Jahren begleiten. Hier gilt es, zukunftsgewandte Entscheidungen zu treffen, die auf breiter Front durch den Ortsgemeinderat getragen werden. Wichtig ist bei allen Entscheidungen, dass die Ortsgemeinde durch eine vernünftige und ausgewogene Haushaltsplanung handlungsfähig bleibt, um letztlich auch Projekte umsetzen zu können. Gerade unsere Bürger helfen bei der Zukunftssicherung Hochdorf-Assenheims entscheidend mit. Durch ihre Aktivitäten in den Vereinen und im Ehrenamt ist vieles möglich. So engagieren sich zum Beispiel auch Bürger beim Aufrechterhalten des Bürgerbusses oder als Grünflächenpaten. Aber auch durch privates finanzielles Engagement wird unser Ort zukunftssicher. So stelle ich fest, dass viele Bürger in Fotovoltaik-Anlagen investieren und so ihren Beitrag für die Allgemeinheit leisten. Auch die Ortsgemeinde ist gerade bei der E-Mobilität an der Umsetzung von Ladesäulen.
Die SPD tritt bei der Kommunalwahl nicht mehr an, statt drei werden nur noch zwei Fraktionen im Rat vertreten sein. Ist das ein Vor- oder ein Nachteil für Hochdorf-Assenheim?
Der politische Austausch ist sehr wichtig. Natürlich sollte dieser nicht im Streit enden. Er sollte konstruktiv sein und im Ergebnis dem Wohle und Nutzen der Bürger und Bürgerinnen dienen. Dieser konstruktive Austausch war mit der SPD-Fraktion immer möglich und zielführend, ohne die eigenen Interessen aus dem Blick zu verlieren. Die SPD wird im politischen Leben sicher fehlen.