Rhein-Pfalz Kreis Ordnung im Stadtwald

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Die Stadt Neustadt will im Anschluss an ihr Wanderwegekonzept den Mountainbikesport in ihrem Wald in geordnete Bahnen lenken. Allerdings seien die Möglichkeiten sehr begrenzt, sagt Umweltdezernentin Waltraud Blarr (Grüne) mit Blick auf die vielen Schutzgebiete. Deshalb wird wohl eher ein kleines Paket an Strecken geschnürt.

Noch in diesem Jahr will die Stadt der Aufforderung des Landes nachkommen und ein Konzept für die Wanderwege in den ihr gehörenden Gebieten des Pfälzerwalds vorlegen. Stichwort Besucherlenkung. Weil man dann auch ziemlich genau überblicken könne, welche Wege nicht nur für Wanderer, sondern auch für Mountainbikes (MTB) geeignet sind, wolle man bei der Gelegenheit gleich noch „eine Kanalisierung des MTB-Sports“ angehen, sagt die städtische Umweltdezernentin Waltraud Blarr. Die Umweltabteilung habe sich darüber Gedanken gemacht – allerdings sei es in Neustadt gar nicht so leicht, geeignete Areale für MTB-Fahrer zu finden. „Wir haben hier das Problem einer Häufung von Schutzgebieten“, sagt Blarr. Da bleibe wenig Raum für MTB-Strecken, ohne ein solches Schutzgebiet zu berühren. „Die Möglichkeiten für die Nutzung des Neustadter Stadtwalds durch MTB-Fahrer ist deshalb sehr begrenzt“, erklärt Blarr. Deshalb werde es gewiss keine große Lösung mit mannigfaltigen Strecken geben, sondern ein eher kleines Paket, das sich auf vorhandene Wanderwege beschränkt, die einerseits für MTB-Fahrer interessant, andererseits aber nicht zu eng sind, damit Fahrer und Wanderer nicht aneinander geraten. Man wolle lieber weniger Routen für Mountainbiker anbieten, dafür könne es aber schneller gehen, sagt Blarr. Der Bedarf sei auf jeden Fall vorhanden, die Anfragen häuften sich. Der Stadtwald – rund 5000 Hektar groß – sei wegen seiner Höhenunterschiede ein attraktives Ziel für Mountainbiker. Ob es noch in diesem Jahr mit einem Konzept klappt, könne sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. An erster Stelle stehe jetzt zunächst das Wanderwegekonzept: „Wir müssen da in die Pötte kommen“, meint Blarr. Der Druck des Landes steige, und auch Nachbarkommunen, die ihr Konzept bereits umgesetzt hätten, seien daran interessiert, dass Neustadt nachziehe. Schließlich orientierten sich Wanderer – aber auch Mountainbiker – nicht an kommunalen Grenzen, weshalb eine Durchgängigkeit der Strecken unbedingt erstrebenswert sei.

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