Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neujahrsempfang: Wie die Gemeinde 2025 begrüßt hat

Die Sternsinger und Diakon Claus Kasper spendeten der Gemeinde mit Bürgermeister Thorsten Leva (rechts) an der Spitze den Segen
Die Sternsinger und Diakon Claus Kasper spendeten der Gemeinde mit Bürgermeister Thorsten Leva (rechts) an der Spitze den Segen Gottes.

Kampflos ergeben hat sich Mutterstadts Bürgermeister Thorsten Leva (SPD) den Narren des MCV Geeßtreiwer, die beim Neujahrsempfang im Palatinum die Bühne enterten. Zuvor hatte der Ortschef aber noch Gelegenheit, darüber zu berichten, was die Gemeinde 2024 geleistet hat und was im neuen Jahr angegangen werden soll.

Die Garden der Geeßtreiwer waren wieder ein wichtiger Teil des Neujahrsempfangs. Es tanzten die Jugendgarde, die Junioren und Tanzmariechen Sophie Krüger. Sie ernteten viel Applaus. „Ich hol’ mir die Macht“, verkündete Geeßtreiwer-Präsidentin Sabrina Lüer. Bürgermeister Leva leistete keinen Widerstand und rückte den Rathausschlüssel samt Gemeindesäckel heraus. Im Gegenzug erhielt er von den Narren eine Amtskette, die er bei offiziellen Anlässen tragen soll. Wie immer sollte der Bürgermeister auch eine Aufgabe zu lösen bekommen. Welche es sein würde, verbarg sich in drei Umschlägen mit jeweils verschiedenen Ideen der Narren. Eine Büttenrede musste er nicht halten, aber auch den Freischein, der ihn von der Aufgabe befreit hätte, zog er nicht. In seinem gewählten Umschlag fand er die Aufgabe, zusammen mit Geeßtreiwer-Präsidentin Lüer eine Halloween-Show zu moderieren und dafür auch Preise zu organisieren. Leva gelobte, seine Pflichten zu erfüllen.

Die Sternsinger der katholischen Pfarrei Sankt Medardus waren mit Diakon Claus Kasper da, um der Gemeinde den Segen Gottes zu spenden. Der Erlös der Sternsingeraktion in der Gemeinde gehe nach Peru, erklärte der Diakon. Dort soll Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden. Die Pfarrei Sankt Medardus habe seit vielen Jahren einen direkten Kontakt dorthin. Musikalisch eröffnet hat den Empfang die Blaskapelle Mutterstadt unter der Leitung von Thomas Zelt. Unter anderem spielten die Musiker ein Swing-Medley aus „Hello Dolly“, „Mackie Messer“ und „Bei mir bist Du scheen“.

Freiwilligentag und Kindercampus

Die Gemeinde sei mehr als bloß ein Wohnort, sagte Leva. Mutterstadt habe 2024 gezeigt, was möglich ist, wenn die Gemeinde zusammenhält. Ein schönes Beispiel dafür sei der Freiwilligentag, bei dem immer viele Mutterstadter mitmachten und anpacken. Schwerpunkte waren im Vorjahr der Sporttag und Geländestrecken für Räder. Was die Gemeinde an Geschichte und Kultur aufzuweisen hat, werde das KuLaDig-Projekt zeigen. Kulturlandschaften Digital, abgekürzt KuLaDig, ist ein Projekt des Landes, zusammen mit der Uni Koblenz und der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd. Artefakte und Zeugnisse der Gemeindegeschichte sollen dabei digitalisiert und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Beim Bildhauer-Symposium im September besuchten Schulklassen und Kita-Gruppen die Künstler bei der Arbeit.

Gunter Demnig, der Erfinder der Stolpersteine, habe sich ins Goldene Buch der Gemeinde eingetragen und weitere Mahnmale für Mutterstadter verlegt, die von den Nazis verfolgt wurden. Der Kindercampus an der Pestalozzi-Grundschule komme gut voran, führte Leva weiter aus. Dieses Projekt soll an Schule und Kita dringend benötigte Erweiterungen realisieren. Mit 17,5 Millionen Euro sei das die größte Einzelinvestition der Gemeinde. Ebenfalls für die Jugend sei die Jugendpforte saniert, umgebaut und wiedereröffnet worden.

Weiterer Ausbau der Infrastruktur

Ein wichtiger Schritt sei bei der Einrichtung der Stuhlbruderhofstraße als Fahrradstraße erfolgt. Beim Bürgertreffen vor Ort sollen Wünsche gehört werden und, wenn möglich, in die Planung mit eingehen. Ziel sei ein sichererer Weg zur Integrierten Gesamtschule für Radfahrer.

Der Bürgermeister dankte seinen Mitarbeitern und nannte auch die, die für besondere Verdienste im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sind. Von Gemeinde und Land ausgezeichnete Bürger stellte er noch einmal vor. Auch bei der Feuerwehr bedankte sich Leva für deren ständige Einsatzbereitschaft und die 140 Einsätze im vergangenen Jahr. In diesem Jahr soll die Wehr eine Drehleiter bekommen.

Auch soll die Infrastruktur der Gemeinde weiter ausgebaut werden. Das Thema Straßenbahnanschluss will Leva weiter verfolgen wie den Ausbau des Glasfasernetzes. Rund 15 Millionen Euro will die Gemeinde insgesamt in die Infrastruktur investieren. „Das ist nötig für eine gute Zukunft“, sagte der Ortsbürgermeister.

Die Geeßtreiwer hatten auch ihren Nachwuchs, die Jugendgarde, mitgebracht. Die tanzte beim Neujahjrsempfang einen Marsch.
Die Geeßtreiwer hatten auch ihren Nachwuchs, die Jugendgarde, mitgebracht. Die tanzte beim Neujahjrsempfang einen Marsch.
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