Rhein-Pfalz Kreis
Neujahrsempfang in Gerolsheim: Bauern- und Winzerverband will eine Blühfläche anlegen
Digitalisierung und schnelles Internet, aber auch mehr Sicherheit durch eine Tempo-30-Zone im Ort: Das steht im Jahr 2020 auf der Agenda der Ortsgemeinde Gerolsheim. Mit der Idee einer zwei Hektar großen Blühfläche überraschte der Bauern- und Winzerverband die Bürger beim Neujahrsempfang.
„Mein Wunsch wäre, dass Gerolsheim das blühende Tor zum Leiningerland wird“, sagte der Vorsitzende des Bauern- und Winzerverbands, Gerald Binder. Er stellte das Projekt Blühfläche vor und warb um Paten. Ein Stück Natur- und Umweltschutz wollen die Gerolsheimer Bauern und Winzer nun vor Ort verwirklichen und langfristig einen rund zwei Hektar großen Pachtacker der Ortsgemeinde als mehrjährige Blühfläche anlegen. So könnten, sagte Binder, Lebensraum für Insekten und ein Rückzugsgebiet für Wildtiere wie Bodenbrüter und Feldhasen geschaffen werden. Aktiv beteiligen könnten sich die Gerolsheimer zunächst auf fünf Jahre mit 20 Euro jährlich für 20 Quadratmeter.
Prominente Gäste
Der Neujahrsempfang wurde musikalisch umrahmt von der Musikschule Leiningerland, eine Bildpräsentation erinnerte an Ereignisse des vergangenen Jahrs. Gute Wünsche zum neuen Jahr überbrachten die örtlichen Sternsinger, Miss Strohhut Vanessa Quietzsch, die Weingräfin des Leiningerlands Saskia Herkelrath, Landtagsabgeordneter Christoph Spies (SPD) und Bundestagsabgeordneter Johannes Steiniger (CDU). VG-Bürgermeister Frank Rüttger (CDU) sicherte zu, auch weiterhin die Ortsgemeinden bei ihren Bestrebungen zu unterstützen.
Das kommende Jahrzehnt werde von der Digitalisierung geprägt, aber auch das Thema Schulsanierung werde nun endlich in Gerolsheim angepackt. Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG) berichtete im Rück- und Ausblick, dass das Haushaltsminus jährlich wachse und so der Gestaltungsspielraum enger werde. Enttäuscht habe ihn die geringe Beteiligung bei der Kommunalwahl. Erfreut sei er dagegen über die Verdopplung des Frauenanteils im Gemeinderat auf nun vier weibliche Mitglieder.
Tempo-30-Zone bei der Kita
Die Gemeinde habe die Hauptstraße in Richtung Heßheim bepflanzt. Die Bevölkerung wachse leicht, zum Jahreswechsel seien 1777 Bürger mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde gemeldet gewesen. 2020 soll das schnelle Internet mit Glasfaserkabeln kommen. Der Strompreis des örtlichen E-Werks bleibe nach einer Erhöhung im vergangenen Jahr stabil. Derzeit werde eine Tempo-30-Zone im Bereich der Kita und der Grundschule getestet. „Wir wissen, die Bürgersteige sind eng, breiter werden nur die Fahrzeuge und die Fahrer unvernünftiger“, sagte Weyer. Die Ortsgemeinde bemühe sich um die Sicherheit der Bürger und Kinder.
Ortskartellvorsitzende Irmgard Gurdan informierte über das Vereinsleben im Ort: Nach der Auflösung des Männergesangvereins sei man bemüht, das Brunnenfest zu erhalten. Sie appellierte an die Bürger, auch ohne Mitgliedschaft im Verein zu helfen, um die Dorfgemeinschaft zu erhalten.