Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Neujahrsempfang: Erfreuliches in unerfreulichen Zeiten

Bürgermeister Matthias Hoffmann (vordere Reihe, Vierter von links) und die beim Neujahrsempfang Geehrten: Die Frauen und Männer
Bürgermeister Matthias Hoffmann (vordere Reihe, Vierter von links) und die beim Neujahrsempfang Geehrten: Die Frauen und Männer haben auf verschiedene Weise Gutes für Römerberg bewirkt.

„Danke“ – dieses Wort fiel oft beim Römerberger Neujahrsempfang am Freitagabend in der Rhein-Pfalz-Halle. Man könne es nicht oft genug sagen, fand Bürgermeister Matthias Hoffmann, der in seinem Rückblick aufzeigte, was dank vieler engagierter Menschen erreicht werden kann. Der Blick auf die Entwicklungen in der Welt machen ihm hingegen Sorge.

„Wir dürfen uns nicht spalten lassen“, rief Matthias Hoffmann – wie bereits im Vorjahr – den vielen Bürgern zu, die zum Neujahrsempfang der Ortsgemeinde Römerberg gekommen waren. Der grüne Bürgermeister sieht in Zeiten von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und aktuellen Annexionsfantasien des künftigen US-Präsidenten in Richtung Grönland, Panama-Kanal und Kanada auch in Deutschland Gefahren für das politische System. Sein Wunsch daher: „Stärken wir bei den Wahlen am 23. Februar unsere Demokratie.“

Im Mittelpunkt des Abends stand aber freilich nicht die große Weltpolitik, sondern das, was 2024 vor Ort in Römerberg geschah, und das, was 2025 voraussichtlich passieren wird. Und das gab dem Bürgermeister durchaus Grund zur Hoffnung. So erinnerte er – teils mit Videos untermalt – an wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres wie die Aktion „Wir sind bunt“ der Kirchen. Bei einer Demo gegen rechts in Speyer mit 4000 Teilnehmern waren auch viele Römerberger dabei. Er habe nachgerechnet: „Bis zu 1800 Römerberger müssten nach den Remigrationsplänen der Rechtsextremisten gehen“, warnte Hoffmann vor rechten Gedankenspielen.

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Für Verdienste um die Gemeinde gewürdigt

Endlich wieder Umzug

Erfreulich: „Am 13. Februar, nach drei Jahren Zwangspause, konnte in Mechtersheim wieder der Fasnachtsumzug stattfinden.“ In die Rubrik der positiven Entwicklungen fällt – zumindest für viele Anwohner und Kommunalpolitiker – auch die Einführung von Tempo 30 in etlichen Abschnitten der Römerberger Hauptstraßen. „Wir haben 30 Jahre dafür gebraucht“, freute sich Hoffmann, dass ein lange gehegter Wunsch endlich in Erfüllung ging.

Glück hatte Römerberg im vergangenen Jahr im August. Am Abend hätten sich mehrere Gewitterzellen in der Region gebildet. „Eine Starkregenfront zog auf uns zu“, blickte der Bürgermeister zurück. Doch anders als in manchen zurückliegenden Sommern änderten diese im letzten Moment ihre Richtung und sorgten nicht in der Pfalz, sondern in Baden für Überschwemmungen. „Der Starkregen kann immer wieder kommen. Es ist eine Lotterie, wer ihn kriegt und wer nicht“, bedauerte Hoffmann.

Weitere wichtige Ereignisse für Römerberg, die der Ortschef aufzählte, waren unter anderem die Aufnahme in das Landesprojekt „KuLaDig“ zur Bewahrung lokaler Historie, die Feiern anlässlich von 50 Jahren Partnerschaft mit Mainvilliers sowie die Einweihung eines Mahnmals für einen 1945 bei Mechtersheim abgestürzten US-Bomber. Bei der Erwähnung der Kommunalwahlen, die dem Bürgermeister eine weitere Amtszeit bescherten, dankte Hoffmann den ehemaligen Beigeordneten Brigitte Roos (CDU) und Heinz-Peter Schneider (Grüne).

„Ich weiß es natürlich nicht genau, aber ich bin optimistisch, dass wir 2025 vieles zusammen schaffen“, leitete der Bürgermeister seinen kurzen Ausblick auf das gerade begonnene Jahr ein. Fortschritte erwartet er unter anderem bei den geplanten neuen Kitas in Berghausen und Heiligenstein. Auch mit den geplanten neuen Windkraftanlagen bei Heiligenstein könnte es voran gehen.

Zusammen etwas bewegen

Ebenfalls Erwähnung fanden der Radweg zwischen den beiden Bahnhaltepunkten sowie die Bahnunterführung in Berghausen. Für das neue Gewerbegebiet an der B9 sollen die Grundstücke vergeben werden. Und was die geplante Gütertrasse der Bahn angeht, könnte es laut Bürgermeister eine Entscheidung geben.

„Nur zusammen werden wir etwas bewegen“, ist Hoffmann überzeugt. Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn stärken sollen auch die Ehrungen für Römerberger, die besonderes geleistet haben. Sie gehören ebenso fest zum Programm des Neujahrsempfangs wie die Marktstände von verschiedenen Betrieben und Vereinen, welche die Gäste mit Speisen und Getränken versorgten.

Für das Rahmenprogramm des Abends sorgten der Musikverein Berghausen, dem im vergangenen Jahr die Instrumente gestohlen worden waren, die Tanzmäuse des Mechtersheimer Karnevalvereins sowie die Zirkusfamilie Probst. Und auch die Sternsinger statteten dem Römerberger Neujahrsempfang einen Besuch ab und sammelten reichlich Spenden für ein Hilfsprojekt.

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