Bobenheim-Roxheim Neues vom „halben Mann“: Lesung von Florian Sitzmann
Der internationale Tag der Menschen mit Behinderung wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen. Er soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen stärken. Florian Sitzmann dürfte als Referent an dem Tag, der diesmal auf den ersten Advent fällt, gefragt sein, zugesagt hat er der Gemeinde Bobenheim-Roxheim. Die nimmt das Wort Inklusion ernst und hat nicht nur einen ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten ernannt, sondern auch vom Gemeinderat einen „Aktionsplan Inklusion“ verabschieden lassen.
Im Kurpfalztreff wird Sitzmann, der als Jugendlicher bei einem Motorradunfall beide Beine verlor, ab 17 Uhr aus seinen Büchern „Der halbe Mann“ und „Bloß keine halben Sachen“ lesen und neue Geschichten aus seinem Alltag zum Besten geben. Dass das Publikum keine Berührungsängste zu haben braucht, haben Lesungen andernorts eindrucksvoll beweisen. „Meine Strategie, den Menschen, denen ich begegne, diese Befangenheit zu nehmen, ist Humor“, hat der heute 47-Jährige vor sechs Jahren im Interview mit der RHEINPFALZ versichert. Damals begeisterte er seine Zuhörer mit allerlei Anekdoten, in denen es um die Kraft und Motivation, niemals aufzugeben, ging. Florian Sitzmann ist verheiratet, dreifacher Vater und ein international erfolgreicher Handbike-Sportler.
Termin
Autorenlesung mit Florian Sitzmann am Sonntag, 3. Dezember, 17 Uhr, im Kurpfalztreff, Pfalzring 43, in Bobenheim-Roxheim. Der Eintritt kostet zehn Euro, Karten gibt es im Rathaus.