Rhein-Pfalz Kreis Neues Gesicht für zentralen Platz
Mutterstadt. Dass der Platz vor der Neuen Pforte in der Mutterstadter Dorfmitte neu gestaltet werden soll, ist beschlossene Sache. Wie das aussehen könnte, haben Vertreter des Büros werk-plan aus Kaiserslautern in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend erklärt. Nun sollen die Fraktionen den Entwurf beraten und der Verwaltung bis Dezember Anregungen mitteilen.
Grundsätzlich soll die Neugestaltung an den momentan laufenden Ausbau der Straßen im Ortskern anknüpfen, damit sich ein einheitliches Gesamtbild ergibt, sagte Architekt und Stadtplaner Michael Heger. Zudem soll der Platz vor der Neuen Pforte auch in Zukunft für den Wochenmarkt sowie andere Veranstaltungen genutzt werden können. Dem vorläufigen Entwurf zufolge würden die vorhandenen Platanen überwiegend bleiben. Lediglich zwei der Bäume würden entfernt und einer ergänzt, um einen kleinen Hain zu schaffen. Darunter könnten Sitzbänke aufgestellt und ein Wasserfontänen-Feld angelegt werden. „So etwas wird im Sommer vor allem von Kindern gern genutzt“, erklärte der Experte. Vor den Bäumen ließen sich Fahrradständer aufstellen. An der jetzigen Bushaltestelle an der Ludwigshafener Straße halten die Planer eine Pergola für denkbar – eventuell mit einem verschiedenfarbigen Glasdach. In deren Mitte könnte ein öffentliches WC integriert werden, rechts und links davon lange Wartebänke. An der Neuen Pforte schlagen Heger und Kollegen ebenfalls einige Änderungen vor. Zum Beispiel sollen die grüngestrichenen Betonschirme vor dem Gebäude entfernt werden. Außerdem könnte an der Südseite ein neuer Eingang samt Treppe für die Bibliothek eingerichtet werden sowie davor, neben der neuen Treppe, eine Art Terrasse einschließlich Sitzstufen – gegenwärtig befindet sich dort ein Schachbrettpflaster. Die südöstliche Fassade der Neuen Pforte würde werk-plan mit einer Verglasung optisch aufwerten, davor wiederum eventuell eine Liegewiese anlegen. Das Konzept umfasst auch die Durchgänge zwischen Neuer Pforte, Rathaus, Sparkasse und Blumenladen. Diese sollen möglichst eingeebnet werden, vor allem der Durchgang zwischen Sparkasse und Neuer Pforte, der aktuell mit Treppen und Rampen eher wie eine Barriere wirkt. Die überdachenden Elemente an diesen Stellen können nach Hegers Einschätzung relativ leicht entfernt werden. In Zukunft könne dieser Durchgang als zusätzliche Zufahrt für kleine Lkw dienen, darüber hinaus gegenüber der Terrasse auf der anderen Seite der neuen Treppe eine kleine Grünfläche mit einem Baum entstehen. Bei der Gelegenheit böte es sich zudem an, den Eingang zum Jugendtreff attraktiver zu gestalten. Für eine breite, gleichmäßige Ausleuchtung des Platzes könnten laut Heger drei hohe Masten mit Spiegelflächen sorgen. Südlich der ehemaligen Schlecker-Filiale haben die Planer zwei Parkbuchten für Autos parallel zur Ludwigshafener Straße vorgesehen. Dahinter seien Poller vorstellbar, die Fahrer daran hindern, ihre Wagen einfach auf dem Platz abzustellen. „Es handelt sich bei all dem nur um einen ersten Vorschlag, der selbstverständlich offen für Ergänzungen ist“, betonte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD). Dass der schon vor ungefähr einem Jahr beauftragte Entwurf erst jetzt vorgestellt wurde, liege daran, dass er immer wieder zurückgestellt werden musste, weil manche Dinge beim seit Monaten voranschreitenden Straßenbau in der Ortsmitte dringender waren. Die Ausführung könne ohnehin erst nach dem Abschluss der Straßenbauarbeiten erfolgen, also frühestens Mitte 2017, eventuell auch Anfang 2018. Es seien bereits viele Gedanken in den Entwurf geflossen. Nun solle er in den Ratsfraktionen beraten werden. Bis Anfang Dezember könnten diese der Verwaltung dann eine Rückmeldung geben, damit bis Anfang des neuen Jahres eventuelle Anregungen noch eingearbeitet werden können und der Rat dann 2017 einen Beschluss über den Entwurf fassen kann. Damit waren die Ratsmitglieder einverstanden. |mamü