Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Hort kommt neben Kita Naseweis

Hier soll gebaut werden: Zwischen dem Zaun links und der Kita Naseweis rechts soll der zweistöckige Anbau entstehen.
Hier soll gebaut werden: Zwischen dem Zaun links und der Kita Naseweis rechts soll der zweistöckige Anbau entstehen.

Statt wie ursprünglich geplant an der Sporthalle wird der neue Hort in Dudenhofen im Anschluss an die Kita Naseweis gebaut. Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) will an dem Projekt seine künftige Verwaltungsarbeit ausrichten: „Erst als wir uns mit den Beteiligten, Jugendamt, Bauamt, Kita, Eltern und anderen abstimmten, gelang der Durchbruch.“

Zur Erweiterung der Grundschule mit Hort, betreuender Grundschule und potenziell weiteren Klassensälen hatte die Gemeinde bereits 2018 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Mehrmals in den Folgejahren erläuterte die Architektengemeinschaft Hook+Lochbaum aus Speyer in Rat und Ausschuss Entwürfe. Zweigeschossig sollte für zwei Hortgruppen und zwei betreute Grundschulgruppen an die Sporthalle angebaut werden. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sah keinen Bedarf und verweigerte die Zuschüsse. Wiederholte Gespräche blieben ohne Ergebnis.

Der jetzige Plan: Ein zweigeschossiges Gebäude neben der Kita Naseweis, in Form und Material an diese angepasst, zwischen Altbestand und Neubau ein eingeschossiges Bindeglied als Eingangs- und Garderobenbereich. Im Erdgeschoss sind eine Mensa (auch für Veranstaltungen, projektbezogene Aktivitäten, Elternabende nutzbar) mit Frischküche, entsprechenden Versorgungsräumen und Sanitäranlagen vorgesehen. Oben ist Platz für zwei Hortgruppen sowie einen Gruppen- und Funktionsraum für Hausaufgaben und „ruhige Beschäftigungen“. Barrierefreiheit werde durch einen offenen Lift erreicht.

Unterschiedliche Meinungen zu Lift

Anstelle des ein Meter breiten, 80 Zentimeter tiefen Hubtisches neben der Treppe zum Obergeschoss forderte Felix Goldinger (Grüne) einen Personenaufzug. Eine hydraulische Hebebühne sei keine akzeptable Alternative, sondern ein halbherziger Kompromiss, unpraktisch, zeitaufwendig und führe die Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen fort. Der Zugang zu den Hortgruppen sollte bei Mobilitätseinschränkungen eigenständig und unkompliziert genutzt werden können.

Architekt Norbert Hook versicherte: „Der Hort ist barrierefrei.“ Der Hubtisch koste unter 25.000 Euro, ein Aufzug mehr als 100.000, die Folgekosten nicht mitgerechnet. Manfred Hook (FWG) fragte nach den Gesamtkosten. Hook erklärte, dass er zum jetzigen Planungsstand, es sei beispielsweise noch nicht über die Art des Heizens gesprochen worden, noch nichts dazu sagen könne. Für den Antrag von Goldinger – also einen Personenaufzug – stimmten sechs, dagegen neun Ratsmitglieder, vier enthielten sich ihrer Stimme.

Ein Seitenhieb

Jürgen Creutzmann (FDP) atmete mit einem Seitenhieb Richtung Vorgängermehrheit im Gemeinderat erleichtert auf: „Der Bau war lange gewünscht, scheiterte immer wieder, weil manche sich an einer großen Lösung versuchen wollten“, sagte der FDP-Politiker.

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