Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Kita soll schnell stehen

Kindergarten: Die Plätze in Römerberg sind rar.
Kindergarten: Die Plätze in Römerberg sind rar.

Rund 50 Kita-Plätze fehlen in Römerberg. Um die betroffenen Eltern nicht hängen zu lassen, bis die geplante fünfgruppige neue Kita in Berghausen steht, hat der Ortsgemeinderat jetzt eine Alternativlösung ins Auge gefasst.

Der Grundsatzbeschluss steht zumindest einmal: Auf einer gemeindeeigenen Fläche im Baugebiet W3, die ohnehin für diesen Zweck ausgewiesen war, soll möglichst schnell eine dreigruppige Kita in Modulbauweise errichtet werden. Das hat der Römerberger Ortsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Die Begründung dafür hatte der neue für Kitas zuständige Beigeordnete Heinz-Peter Schneider (Grüne) geliefert: „Wir haben schon seit Jahren zu wenige Kita-Plätze“, sagte er. Laut Kita-Bedarfsplanung gebe es – Stand September 2020 – für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren 440 Kita-Plätze in den sechs bestehenden Einrichtungen. Hinzu kämen drei Plätze im gesamten Ort für unter Dreijährige. Eine Umfrage unter allen Kita-Leiterinnen im Juni dieses Jahres hätte ergeben, dass 48 Plätze fehlen. Diese Zahl decke sich mit der Einschätzung des Kreisjugendamts.

Nun plant die Ortsgemeinde zwar seit längerem eine neue fünfgruppige Kita auf dem Gelände neben der Berghausener Grundschule, doch diese wird wohl frühestens in drei Jahren betriebsbereit sein. „Die Gemeinde hat damit über die nächsten drei bis vier Jahre eine erhebliche Unterversorgung an Kita-Plätzen“, folgert Schneider.

An den bestehenden Kitas gebe es kaum Möglichkeiten, die Kapazitäten auszubauen. Im Baugebiet W3 stehe hingegen eine gemeindeeigene Fläche zur Verfügung, die Platz für eine dreigruppige Kita biete und die baurechtlichen Vorgaben erfülle. Damit das Gebäude möglichst schnell steht, soll dieses in Modulbauweise errichtet werden. Das hätte laut Schneider auch den Vorteil, dass es bei einem Rückgang der Kinderzahlen wieder rückgebaut und das Gelände anderweitig verwendet werden könnte. Zu Kosten und Bauzeit konnte der Beigeordnete noch keine Angaben machen. Nach dem Grundsatzbeschluss gelte es, das Vorhaben Zug um Zug umzusetzen.

Für Mathias Müller (CDU) ist der Plan angesichts fehlender Kita-Plätze im Ort „alternativlos“, auch wenn er das gemeindeeigene Grundstück in W3 gerne verkauft hätte. Doch das sei nach einem möglichen Rückbau ja auch in Zukunft noch möglich. Auch die übrigen Ratsfraktionen sahen die Notwendigkeit, schnell eine weitere Kita zu bauen, und sprachen sich einstimmig dafür aus.

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