Bobenheim-Roxheim
Neue Flüchtlingsunterkunft bereits zur Hälfte voll
Iris Kern-Strache, die in der Bobenheim-Roxheimer Verwaltung unter anderem für Asylangelegenheiten und die Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer zuständig ist, berichtet auf RHEINPFALZ-Anfrage von derzeit pro Woche rund zehn zugewiesenen Geflüchteten. „14 Tage vorher verschickt der Kreis eine Liste“, erzählt sie. Von dieser Liste könne sich die Gemeinde Personen wünschen. Ob der Kreis diesen Wunsch dann auch gewährt, bleibe aber stets offen.
Derzeit komme der Großteil der neu zugewiesenen Geflüchteten aus Syrien. Eine Familie sowie eine Frau mit Kind seien zwar auch unter den neuen Pfalzring-Bewohnern, die Liste des Kreises sei derzeit aber vor allem mit jungen Männern aus Syrien gefüllt. In der kommenden Woche rechnet die Gemeindemitarbeiterin mit zehn weiteren Ankömmlingen. Weil zwischen den Feiertagen ein Aufnahmestopp vereinbart wurde, gehe es danach erst wieder im Januar mit Zuweisungen weiter. Bleibt es bei diesem Rhythmus, ist die Unterkunft spätestens in der zweiten Januarhälfte voll.
„Kümmerer“ gesucht
„Dienstags wird es wieder unser Café-Angebot geben“, erzählt Kern-Strache von den bereits zwischen 2015 und 2020 erprobten Aufnahmeritualen im Pfalzring. Dieses Mal seien als Helfer Geflüchtete dabei, die selbst vor einigen Jahren im Pfalzring untergebracht waren. Sie helfen unter anderem beim Übersetzen. Einen Sicherheitsdienst, der zwischen 18 und 6 Uhr dafür sorgen soll, dass es mit Blick auf das umliegende Wohngebiet nicht zu Ruhestörungen kommt, gibt es laut Kern-Strache bereits. Was noch fehlt, ist ein Kümmerer, wie ihn Verwaltungsvertreter bisher umgangssprachlich genannt haben. Er soll in der Unterkunft als Hauptansprechpartner für die Bewohner sowie als eine Art Hausmeister fungieren. „Wir sind gerade in Verhandlungen“, sagt Kern-Strache. Zurzeit erledige sie das meiste.