Bobenheim-Roxheim
Neubau der Realschule erst ab 2022 möglich
Es habe viele Nachfragen vonseiten der Aufsichtsbehörde gegeben, die zusätzlichen Aufwand bedeuteten, erläuterte Landrat Clemens Körner (CDU) vergangene Woche den Mitgliedern des Kreisbauausschusses. „Und ohne Förderzusage keine Ausschreibung“, so Körner. Seitdem im Sommer 2018 der Architektenauftrag vergeben wurde und der Landrat einen Baustart im Frühjahr 2019 für realistisch hielt, hat sich der Rhein-Pfalz-Kreis als Schulträger bei seinen Prognosen danach mehrmals korrigieren müssen. Zuletzt hieß es im März, man rechne mit einem Baubeginn in den kommenden Sommerferien.
Schlechte Nachrichten wurden im Kreisausschuss außerdem mit Blick auf den Abriss der Einfeldsporthalle an der Realschule plus verkündet. Dafür muss der Rhein-Pfalz-Kreis rund 28.000 Euro mehr bezahlen als ursprünglich vorgesehen. Die Gründe sind eine eigentlich positive Nachricht und eine Überraschung im Erdreich.
Leitungskanal kann erhalten werden
Die alte Sporthalle muss weichen, um Platz für den neuen Pausenhof zu machen. Dort, wo das Fundament des Neubaus sein wird, verlaufen Leitungen für Heizung, Wasser und Strom zur Versorgung der benachbarten Grundschule. Diese mussten verlegt werden, erläuterte Michael Pack, Referatsleiter der Kreisverwaltung.
Nun habe man beim Abriss festgestellt, dass der Installationskanal zur Grundschule in gutem Zustand sei und für die Verlegung erhalten werden könne. Dafür seien Betonschneidearbeiten notwendig gewesen, Rohre mussten ausgebaut und entsorgt werden. Dazu seien zusätzliche Leistungen angefallen, die in der Ausschreibung nicht enthalten waren. Also wird es teurer. Aber: „Gegenüber einer Neuverlegung der Leitung im Erdreich war dies die technisch bessere und wirtschaftlichere Lösung“, so Pack. Außerdem sei die Wartung günstiger.
Fundamente massiver als gedacht
Beim Hallenabriss habe man festgestellt, dass die Fundamente viel stärker dimensioniert seien, als in den alten Plänen vermerkt. Sie wurden deshalb nicht komplett abgerissen, sondern teilweise abgemeißelt. Zusätzliche Erdarbeiten waren nötig. Laut Kreisverwaltung erhöhen sich die Kosten gegenüber dem ursprünglichen Auftrag über rund 90.000 Euro um circa 28.400 Euro.