Rhein-Pfalz Kreis Namenspatronin verdient Respekt

Maxdorf. Jetzt hat es endlich einen Namen: Am Freitag ist das Maxdorfer G8-Gymnasium nach Abschluss der Sanierung und Erweiterung offiziell den Schülern und Lehrern übergeben worden. Die Ganztagsschule heißt nun Lise-Meitner-Gymnasium. Nach der Feierstunde sorgte das Schulfest mit seinem vielfältigen Programm für Unterhaltung.
„Was lange währt, wird endlich gut“ – so lautete der Tenor der zahlreichen Ansprachen und Grußworte zur Übergabe des Lise-Meitner-Gymnasiums Maxdorf. „Welcome everybody“ sangen die Schüler des Unterstufenchors zur Begrüßung. Und dann wurde es auch schon offiziell. Schuldezernent Manfred Gräf (CDU) begrüßte die zahlreich zur Einweihung erschienenen Gäste „in der schönen, neuen, hellen und nun auch trockenen Mensa“, was ihm gleich den ersten Lacher einbrachte – war die Mensa doch wegen Wasser- und Schimmelproblemen ein Sorgenkind gewesen (wir berichteten). Bis zur letzten Minute seien die Handwerker noch in der Sporthalle zugange gewesen, verriet Gräf, doch nun sei alles fertig. Das Ganztagsgymnasium, das in der Feierstunde offiziell von Landrat Clemens Körner (CDU) den Namen Lise-Meitner-Gymnasium nach der bedeutenden österreichischen Kernphysikerin verliehen bekam, ist seit 2010 umgestaltet und erweitert worden. Und das im laufenden Schulbetrieb. Die frühere Hauptschule wurde um ein Gebäude erweitert und hat nun 32 Klassensäle, 13 Fachräume, zwei PC-Räume, eine Bibliothek, Mensa, Lehrwerkstatt, ein Lehrerzimmer und acht Lehrerstützpunkte – nicht zu vergessen die moderne Sporthalle. „Es wurden 1742 Stühle, 833 Tische und 109 PCs beschafft“, nannte der Schuldezernent einige Zahlen. Die Baukosten bezifferte er mit etwas mehr als 24 Millionen Euro, wovon 9,1 Million das Land getragen hat. „Das Gebäude steht am rechten Fleck“, lobte Staatssekretär Walter Schumacher das Ganztagsgymnasium, das eines von acht G8-Gymnasien in Rheinland-Pfalz ist und zudem zusammen mit Nierstein das erste Ganztags-G8-Gymnasium im Land war. Die Schule bezeichnete er als „hell, sympathisch und menschenfreundlich“. Die Namenspatronin der Schule verdiene „hohen Respekt“, da Lise Meitners Biografie für Demokratieerziehung stehe. Architekt Matthias Neuberger erläuterte das Konzept des Gebäudes, das Räume zum Lernen, zur Begegnung, aber auch zum Rückzug biete: „Die Schule entwickelt sich durch den Ganztagsbetrieb vom Lernraum zum Lebensraum“, sagte er. Schulleiterin Gudrun Neumann-Kirschstein freute sich vor allem, dass die Zeiten der „Wanderbaustelle“ endlich durchgestanden sind – gerade noch rechtzeitig, bevor der erste Abiturjahrgang die Schule verlässt, und sie selber in den Ruhestand tritt. Als sie das neue Gymnasium vor sieben Jahren übernahm, sei es eher eine „Zwergenschule“ mit gerade einmal 118 Schülern gewesen. Jetzt sind alle Jahrgänge vertreten und die Schülerzahl ist auf 792 angewachsen. Im Anschluss an den offiziellen Akt feierten Schüler, Lehrer und Eltern den großen Tag ausgiebig mit einem Schulfest. Natürlich stand die Namenspatronin der Schule im Mittelpunkt verschiedener Aktivitäten: Schüler, Lehrer und Eltern konnten sich etwa mit einem Zeichen- und Fotoworkshop der Namensgeberin nähern. Und unter dem Motto „Schule ohne Rassismus“ wurden auf einer kulinarischen Meile internationale Spezialitäten aus der Türkei, China und Syrien angeboten. Für Leckermäuler gab es Waffeln, Crêpes, ein Kuchenbuffet und Smoothies. Der Festtag endete mit einem Konzert der Coverband „Squeeze the Monkey“.