Rhein-Pfalz Kreis Mutterstadts Mitte ist ab heute dicht

Mutterstadt. Die Bauarbeiten zur kompletten Neugestaltung des Mutterstadter Ortszentrums erreichen heute eine neue Phase: Ab sofort wird der Bereich rund um die bisherige Ampelkreuzung umgebaut und deshalb für den Verkehr komplett gesperrt. Eine entsprechende Beschilderung ist bereits am Freitag aufgebaut worden.
Der dritte Bauabschnitt, der heute richtig losgeht, umfasst neben der Ampelkreuzung selbst auch die Einmündung in die Neustadter und die Speyerer Straße und erstreckt sich von der Kreuzung in die Ludwigshafener Straße hinein bis zur Schulstraße. „Die Ein- und Ausfahrt in die Schulstraße bleibt jedoch am Anfang noch frei“, sagt Bauabteilungsleiter Werner Klein. Eigentlich sollten diese Arbeiten erst nach Fertigstellung der ersten beiden Bauabschnitte in der Oggersheimer Straße beginnen. „Dabei ist es aber zu Verzögerungen von vier bis sechs Wochen gekommen – vor allem wegen der Telekom, die nicht wie vereinbart angerückt ist“, erklärt der Mutterstadter Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD). Deshalb hätten sich die Verantwortlichen entschlossen, den dritten Bauabschnitt vorzuziehen und parallel zu den Arbeiten in der Oggersheimer Straße bereits die Versorger in den Kreuzungsbereich zu lassen, damit sie ihre Leitungen verlegen können. In den zwei ersten Bauabschnitten vom Historischen Rathaus bis zur Kreuzung in der Ortsmitte beginne inzwischen aber allmählich der Endspurt. „Diese Woche werden die Fahrbahn asphaltiert und die Bordsteine verlegt“, informieren Schneider und Klein. Die dafür benötigten Granitsteine seien mittlerweile alle geliefert. Auch durch Lieferschwierigkeiten für manche Baumaterialien hätten sich einige Verzögerungen gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan ergeben. Bis Ende September oder Anfang Oktober sollen die Arbeiten in der Oggersheimer Straße allerdings abgeschlossen werden. „Läuft im dritten Bauabschnitt alles planmäßig, können wir den Verkehr voraussichtlich im neuen Jahr wieder in Nord-Süd-Richtung und von Limburgerhof aus kommend in Richtung Dannstadt-Schauernheim freigeben“, stellt Verwaltungschef Schneider in Aussicht. Parallel zu alledem werden die beiden Gebäude zwischen Kreuzung und VR-Bank abgerissen und das Areal komplett freigeräumt. Das Haus direkt an der Ecke Neustadter/Speyerer Straße hat die Gemeinde erworben, das dahinter liegende Bauernhaus die Bank. „Wie es in Zukunft bebaut wird und von wem, besprechen wir nach den Sommerferien“, kündigt der Bürgermeister an. Die Geschäfte im Ortskern bleiben laut Schneider stets zumindest fußläufig erreichbar. Nahegelegene Parkmöglichkeiten wird es weiter auf dem Platz vor der Neuen Pforte, auf dem Herbert-Maurer-Platz sowie vor dem Palatinum geben. In Abstimmung mit der Baufirma werde auch der Anlieferverkehr ermöglicht, wie das in der Oggersheimer Straße die ganze Zeit schon funktioniere. „Wo es sinnvoll und von den Gewerbetreibenden gewünscht ist, werden auch Bodenhülsen in die Gehwege vor den Geschäften eingelassen, in denen Sonnenschirme aufgestellt werden können“, teilt Schneider mit. Als Beispiel nennt er das Café Elisabeth. Nach den Sommerferien wird darüber hinaus die Neue Pforte wieder geöffnet. Das Haus war seit vergangenem Jahr wegen der umfangreichen Flachdach- und Innensanierung geschlossen. Für den Platz davor wird gerade an der Entwurfsplanung gearbeitet, da dieser ebenfalls neu gestaltet werden soll. Das werde allerdings erst 2017 oder 2018 passieren und müsse ohnehin noch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion abgestimmt werden, sagen Schneider und Bauabteilungsleiter Klein. Die Palatina Bus GmbH sei über die Vollsperrung schon seit einiger Zeit informiert, betont der Bürgermeister. „Ich habe dem Unternehmen per E-Mail alles mitgeteilt, aber bisher noch keine Rückmeldung erhalten“, berichtet Ordnungsamtsleiter Klaus Hübner und fügt an: „Wir bleiben an der Sache dran.“ Dies besonders vor dem Hintergrund, dass Fahrgäste von Palatina Bus vor zwei Wochen nicht über geänderte Haltestellen und Fahrpläne informiert wurden. Autofahrern und vor allem dem Schwerlastverkehr, die kein Ziel in der Gemeinde ansteuern, legen die Verantwortlichen im Mutterstadter Rathaus die Umleitungen über die umliegenden Autobahnen 61 und 65 sowie über die Bundesstraße 9 nahe. Innerörtlich wird der Verkehr wie seit Beginn des Großprojekts über Pfalz- und Medardusring sowie die Blockfeldstraße umgeleitet.