Rhein-Pfalz Kreis Munter vom Start bis ins Ziel

Für die Teilnehmer des Volksradfahrens ging es 76 Kilometer nach Obrigheim und zurück.
Für die Teilnehmer des Volksradfahrens ging es 76 Kilometer nach Obrigheim und zurück.

Der Radfahrerverein Bobenheim-Roxheim – der zweitälteste Verein der Gemeinde (1898 gegründet) – setzt bei seinen Veranstaltungen auf Kontinuität und vor allem auf gute Organisation. Am Wochenende hatten die Radler wieder Großeinsatz. Am Vereinsheim im Viehweg fiel der Startschuss für die 38. Nordpfalz-Radtouristik-Fahrt und das 46. Volksradfahren. Eine nach wie vor beliebte Doppelveranstaltung.

Einmal im Jahr wird Bobenheim-Roxheim zu einer Art Wallfahrtsort für Menschen, die gerne in die Pedale treten. Bereits in den frühen Morgenstunden sah man viele Radfahrer in bunten Trikots auf den Straßen. Warmlaufrunde für einen „Dauerlutscher“ des Radsports. Tatsächlich zählt die Nordpfalz-Radtouristik-Fahrt zu den beständigsten Radsportveranstaltungen der Region. Zwar sorgte das nasskalte Wetter diesmal für einen leichten Teilnehmerrückgang, unterm Strich reihte sich die Tour jedoch nahtlos in die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre ein. „Wir hatten diesmal auffallend viele Teilnehmer aus Hessen“, berichtete Heinz Bullmann vom Organisations-Team des Vereins. Der Weg der Touristikfahrt führte auf 110 Kilometern durch mehrere Landkreise. Von der Rheinschiene ging es durch die Vorderpfalz und dann quer durch das Leiningerland bis zum Nackterhof bei Wattenheim. Der Rückweg führte dann über die Weinstraße, durch Kallstadt und Ungstein bis zum Forsthaus Weilach und zur Lindemannsruhe bei Bad Dürkheim. Das Teilnehmerstärkste Team stellte diesmal der RV Opel Rüsselsheim, gefolgt von den Mannschaften des RV Rodenbach, des RV Bürstadt und des RV Göllheim. Zum Start des 46. Volksradfahrens war Bürgermeister Michael Müller (SPD) gekommen. Er zeigte sich davon überzeugt, dass man die reizvolle und weitläufige Altrhein- und Seenlandschaft rund um Bobenheim-Roxheim am besten per Rad genießen könne. Anders als die Tourismusfahrer blieben die Volksradfahrer in heimischen Gefilden. Vorbei am Altrhein ging es über 76 Kilometer quer durch die Felder nach Studernheim und von dort nach Lambsheim. Am Eyersheimer Hof zwischen Birkenheide und Maxdorf gelegen, konnten sich die Teilnehmer an einer Versorgungsstelle stärken. Weiter ging es nach Obrigheim und von dort durch das untere Eisbachtal zurück. Bei der anschließenden Siegerehrung zeichnete Karl-Heinz Görtz, Vorsitzender des Radfahrervereins, die Pfadfinderschaft St. Georg, Stamm St. Laurentius Bobenheim-Roxheim, mit dem Wanderpokal aus. Mit 45 Teilnehmern hatten die Pfadfinder die mit Abstand stärkste Teilnehmergruppe auf die Strecke geschickt. Auf den weiteren Plätzen folgten die Ortsgruppe der Naturfreunde und der Sportclub. Alle Teilnehmer wurden mit einer Ehrengabe der Raiffeisen-Volksbank bedacht, die das Volksradfahren seit Jahrzehnten fördert. Görtz zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung, zumal sich das Wetter am Nachmittag aufgehellt hatte: „Wichtig ist, dass es auch diesmal kein Unfälle gab und alle Teilnehmer gesund und munter über die Ziellinie kamen.“

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