RÖMERBERG
Mittelfristig Baugebiete in Berghausen und Mechtersheim möglich
13,7 Hektar – so viel zusätzlichen Wohnbauflächenbedarf in den kommenden 15 Jahren haben die Planer, welche für die Fortschreibung des Regionalplans zuständig sind, für Römerberg ermittelt. Zieht man davon die laut Plan vorhandenen Baulücken und anderen potenziellen Bauflächen im Innenbereich des Orts ab, bleiben immerhin noch stolze 9,2 Hektar, die Römerberg mittelfristig als Neubaugebiete ausweisen kann. Hintergrund ist, dass der Regionalplan Römerberg – anders als zum Beispiel Harthausen und Hanhofen – Baugebiete in einer Größenordnung über dem eigenen Bedarf zubilligt, da der Ort gut an das Bahnnetz angebunden ist und aufgrund der Nähe zu Speyer auch die entsprechende Nachfrage da ist.
„Das Problem ist, dass es einen massiven Siedlungsdruck gibt, weil Speyer nicht genug Baugebiete ausweisen kann“, erkannte Jürgen Schall (Grüne) in der Ratssitzung die Notwendigkeit neuer Baugebiete an. Aus der Perspektive junger Familien sei das Ausweisen solcher Bauflächen richtig. Das sahen die übrigen Ratsmitglieder ähnlich, weshalb das Gremium einstimmig beschloss, dass drei größere Teile der Römerberger Gemarkung in einen neuen Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen als mögliche künftige Baugebiete aufgenommen werden sollen.
Großes Gebiet in Berghausen
Der größte Abschnitt ist das Gelände westlich der Bahnlinie in Berghausen nördliche der Dudenhofener Straße. Es ist gut 7 Hektar groß und wird derzeit noch landwirtschaftlich genutzt. Laut Mathias Müller (CDU) ist es wichtig, dass das Baugebiet dort eine gewisse Größe habe, damit sich die in dieser Lage schwierige Ableitung von Regenwasser auch lohne. Für die Lage spreche die Nähe zum Bahnhaltepunkt in Berghausen. Ein deutlich kleineres Gebiet, dass der Ortsgemeinderat gerne als „Gemischte Baufläche“ im Flächennutzungsplan sehen würde, befindet sich schräg gegenüber des Lidl-Markts in Heiligenstein, westlich der Lingenfelder Straße. Größe: rund 0,6 Hektar. Ein weiteres mögliches Wohngebiet soll der Flächennutzungsplan am nördlichen Ortsrand von Mechtersheim ermöglichen. Rund 1,8 Hektar wäre es groß. Eine Umsetzung komme laut Müller aber erst dann in Frage, wenn die Ortsrandstraße für Römerberg irgendwann gebaut ist.
Mögliche Bedenken, Mechtersheim werde im Flächennutzungsplan benachteiligt, wies Müller zurück. Der Ortsteil sei von Größe und Struktur in etwa mit Harthausen vergleichbar – und komme im Vergleich besser weg.