Rhein-Pfalz Kreis Mit dem VW-Virus infiziert

Die dreizehnte Auflage des Oldtimertreffens am Montag, 1. Mai, widmen die Schlepperfreunde Römerberg dem VW-Käfer und VW-Bulli. Neben etwa 100 Volkswagen-Liebhabern werden bis zu 500 Aussteller alter Autos, Motorräder, Traktoren und Lkw erwartet.
Johannes Jochem ist Mitorganisator des Oldtimertreffens und eines der acht Gründungsmitglieder der Schlepperfreunde – heute sind es 185. Im vergangenen Jahr zählte er über 3000 Gäste. Sie erwartet auf dem Sportgelände des Fußballvereins Berghausen (FVB) ein chromblitzendes PS-Spektakel. Esther Schaar kommt aus Mechtersheim. Ihren VW-Käfer, Baujahr 1976, kaufte sie vor zehn Jahren von einem Sammler und investierte mit Ehemann Tom viel Eigenarbeit. Über den Winter lässt sie ihn in der Garage stehen, damit er nicht wie seine zwei Vorgänger durchrostet. Den Nebeneffekt „des Hinguckers“ nimmt sie in Kauf. Er wecke bei Passanten Erinnerungen an das eigene Erleben. Komme es zum Gespräch, höre sie oft: „Der Käfer war mein erstes Auto.“ Ehemann Tom kommt mit einem VW-Bus T 26, Baujahr 1978. Das Spezielle sind zwei Schiebetüren. Deshalb vermutet er den Erstbesitzer bei Polizei, Feuerwehr oder Vermessungsamt. Vor dem Kauf 2002 nutzte ihn der Halter als Hundehütte. Neu am Auto sind der Motor – der eines Porsche 914 – und das Fahrwerk. Die Zeit, die er in die Restaurierung steckte, sei kaum abzuschätzen, sagt er. Der Kfz-Meister Sebastian Schön erledigte die Komplett-Restaurierung in zwei Wochen, trimmte den Mexiko-Käfer von 1981 mit anderer Motorhaube, breiteren Kotflügeln, Sonnenschute, Weißrand-Reifen, Tieferlegung und Accessoires rundum auf die 60er-, 70er-Jahre. Schön baute auch einen stärken Motor – Leistung 100 PS – ein. Auf die Frage „Warum VW?“ antwortet er: „Die Freundin wollte einen haben.“ Als Kind wurde Michael Wittmann „mit dem VW-Virus infiziert und im Karmann-Ghia der Eltern sozialisiert“. Sein Bus T 2, Baujahr 1978, diente als Funkwagen des Speyerer Katastrophenschutzes. Programm Los geht es am Sonntag, 19 Uhr, mit Livemusik der Rockkapelle bei freiem Eintritt im FVB-Sportheim. Am Montag um 11 Uhr wird das Oldtimertreffen eröffnet. Über den Tag verteilt werden Hubschrauberrundflüge und Bulldogrundfahrten angeboten sowie als besonderer Service die Hauptuntersuchung für Traktoren. Es gibt ein Kinderprogramm und Preise für den ältesten Käfer und Bulli, die weiteste Anreise und den besten Originalzustand.