Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Migrationsbeirat nutzt in der Krise WhatsApp und Facebook für seine Arbeit

Laut Andrea Hettmannsperger verhalten sich die Migranten, die in einem Haus am Kurpfalzplatz untergebracht sind, in Sachen Coron
Laut Andrea Hettmannsperger verhalten sich die Migranten, die in einem Haus am Kurpfalzplatz untergebracht sind, in Sachen Coronavirus sehr diszipliniert.

Der Start war und ist denkbar ungünstig. Erstmals wurde im Oktober 2019 in Bobenheim-Roxheim ein Beirat für Migration und Integration gewählt. Bis Ende Januar hat es gedauert, bis er sich konstituierte. Nun wurde er nach drei Sitzungen wieder ausgebremst – durch das neuartige Coronavirus.

„Wir haben Pläne gehabt, uns beim Neugeborenenempfang der Gemeinde und beim Bürgerfest zu präsentieren. Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus funktioniert das ja wohl nicht“, bedauert die Vorsitzende des Migrations- und Integrationsbeirats, Andrea Hettmannsperger. Überhaupt sei das Herstellen von Kontakten und Netzwerken innerhalb der Gemeinde als Schwerpunkt der Arbeit in der ersten Phase des Beirats für Migration und Integration angesehen worden. Derzeit laufe die Kontaktarbeit jedoch vorwiegend über andere Kanäle. „Wir haben eine Whats-App-Gruppe“, so Hettmannsperger.

Interesse für andere Kulturen wecken

Übergeordnete Ziele seien die gleichberechtigte Teilhabe der zugewanderten Menschen in Bobenheim-Roxheim. Den Menschen solle Wertschätzung entgegengebracht werden. Der soziale Friede solle erhalten werden. Der Beirat wolle aber auch dazu beitragen, rassistische Tendenzen abzubauen und Interesse für andere Kulturen und Religionen zu wecken. So steht es in einem von dem Gremium verfassten Schreiben.

Mehrarbeit für die Beiratsmitglieder durch die aktuelle Situation gebe es nicht. „Ich habe den Eindruck, dass die Migranten in Sachen Corona sehr gut informiert sind“, sagt die Beirats-Vorsitzende. Wie zu hören sei, verhielten sich die Asylbewerber in der Unterkunft am Kurpfalzplatz sehr diszipliniert, würden viel Zeit in ihren Unterkünften auf ihren Zimmern verbringen. Weniger als Migrationsbeirat, mehr über den Sozialverein Kunterbunt habe man Informationsblätter mit Informationen zu Corona in arabischer Schrift verteilt“, berichtet Hettmannsperger. Sie ist im Sozialverein als Beisitzerin engagiert und leitet dessen Familienbüro.

Porträts bei Facebook

Aufgrund der aktuellen Situation habe der Migrationsbeirat kürzlich damit begonnen, täglich eines der sechs Mitglieder bei Facebook vorzustellen, um so zumindest präsent zu sein. Die Porträts der Mitglieder befinden sich ebenso gesammelt auf der Homepage der Gemeinde Bobenheim-Roxheim (www.bobenheim-roxheim.de) unter den Unterrubriken Leben und Wohnen, Politik, Beirat für Migration und Integration.

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