Rhein-Pfalz Kreis Mehr Wasser, mehr Kunden, mehr Gewinn

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Fussgönheim. Der Zweckverband für Trinkwasserversorgung Friedelsheimer Gruppe hat im Geschäftsjahr 2015 so viel Wasser wie nie zuvor verkauft. Außerdem spülte eine Gebührenerhöhung zusätzliches Geld in die Kasse. Trotzdem ist der Zweckverband immer noch der zweitgünstigste Wasseranbieter in der Region, wie es bei der Jahresversammlung in Fußgönheim hieß.

Unterm Strich steht ein Jahresgewinn von über 200.000 Euro. Aufgrund der guten Ertragslage konnte der Verband ausgefallene Konzessionsabgaben von rund 486.000 Euro aus den beiden Vorjahren an die Mitgliedsgemeinden ausschütten. Zum Verband gehören die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Deidesheim, Lambsheim-Heßheim, Maxdorf und Wachenheim, sowie die jeweils zugehörigen Ortsgemeinden. Es war nicht nur der trockene Sommer 2015, der zur größeren Wasserabnahme geführt hat, es gibt auch mehr Verbraucher im Trinkwassernetz des Verbands, sagte Wirtschaftsprüfer Mario Burrett. Er erläuterte den Mitgliedern die Geschäftszahlen bei der Versammlung auf dem Werksgelände in Fußgönheim. Knapp 2,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser verkaufte der Wasserversorger, ein Plus von 160.000 Kubikmetern im Vergleich zum Vorjahr. Zudem sind 232 neue Kunden in den angeschlossenen Gemeinden dazugekommen. Zu Jahresbeginn 2015 waren im Verbandsgebiet knapp 36.600 Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. Die mussten nach einer Gebührenerhöhung von netto 99 Cent auf 107 Cent pro Kubikmeter mehr zahlen. Auf die Finanzlage des Verbands hat sich diese Erhöhung laut Wirtschaftsprüfer Burrett positiv ausgewirkt. Er betonte, dass der Zweckverband trotzdem immer noch der zweitgünstigste Anbieter in der Region sei. Der Jahresgewinn vor Ertragssteuer und Konzessionsabgabe stieg 2015 auf 767.500 Euro, im Vorjahr waren es 412.500 Euro. Auf der Ausgabenseite sind Energie- und Personalkosten gestiegen, dagegen seien Kosten für den Unterhalt des Wassernetzes gesunken. Da der Zweckverband nur einen Mindestgewinn erwirtschaften muss, kann ein Teil des Ertrags als Konzessionsabgabe an die Mitgliedsgemeinden ausgeschüttet werden. Das ist ein Entgelt, das Versorger für die Nutzung öffentlicher Wege und Flächen an die Kommunen entrichten. Die Abgabe wird entsprechend dem Anteil des verkauften Wassers an die Gemeinden gezahlt. Für das Jahr 2015 setzte der Verband einen Gesamtbetrag von 305.000 Euro fest. Weil in den Jahren 2013/14 der Mindestgewinn nicht erreicht wurde, schlug die Verbandsleitung vor, rückwirkend 40.000 Euro (für 2013) und 140.000 (2014) nachzuzahlen, so dass nun insgesamt rund 486.000 Euro an die Mitgliedsgemeinden verteilt werden. Die vom Jahresgewinn verbliebenen 202.000 Euro werden den Rücklagen zugeführt. Prüfer Burrett lobte die „hervorragende Finanzierungsstruktur“ der Friedelsheimer Gruppe. Das Eigenkapital werde seit 2005 kontinuierlich gesteigert und liege jetzt bei zehn Millionen Euro. Die Einnahmen von 2,5 Millionen Euro an Gebühren und 960.000 Euro an wiederkehrenden Gebühren seien eine verlässliche Basis. Kredite, sofern für Investitionen nötig, seien Förderdarlehen des Landes und daher zinslos. Als Beispiele für wichtige Investitionen nannte Burrett die Instandhaltung des Wasserwerks Maxdorf, die 300.000 Euro kostete und den Unterhalt des Versorgungsnetzes, in den 700.000 Euro geflossen seien. Der einstimmig beschlossene Wirtschaftsplan 2017 rechnet weiterhin mit guten Erträgen. Größte Investition wird der Neubau eines Brunnens in Maxdorf mit 400.000 Euro. |ghx

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